In Hockenheim hat man sich bereits damit abgefunden, dass man nächstes Jahr kein F1-Rennen veranstalten wird. Dennoch sehen die Organisatoren die Tür noch immer als geschlossen an.
Die aktuelle Situation ist so, dass die Formel 1 in diesem Jahr zum letzten Mal in Hockenheim und damit auch in Deutschland gastiert. Der Vertrag mit Hockenheim läuft nach dem Rennen an diesem Wochenende aus und die Verantwortlichen haben derzeit keine Hoffnung, dass die F1-Karawane im nächsten Jahr wieder nach Deutschland kommt. Dies bestätigte auch der Leiter der Rennstrecke, Georg Seiler, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa, der verrät, dass man mit Liberty Media noch über die Zukunft dieses Rennens spreche. „Für 2020 sieht es so aus, als würde es hier kein Rennen für den GP von Deutschland geben. Der Kalender wird 21 Rennen umfassen, aber da Hanoi und Zandvoort hinzukommen, muss jemand aussteigen. Es scheint, dass zu diesen Kandidaten neben uns auch Mexiko und Barcelona gehören.“
Die deutsche Auto Motor und Sport berichtet außerdem, dass der erste Mann der F1 Chase Carey den Teams versichert hat, dass der Kalender der Saison 2020 auch 21 Rennen umfassen wird. Und hier ist die Rechnung ganz einfach, denn aktuell haben 2020 Rennstrecken gültige Verträge für die Saison 19. Damit sind nur noch zwei Plätze übrig, um die derzeit Monza, Barcelona, Mexiko und Hockenheim kämpfen.
Und da es höchstwahrscheinlich auch mit Monza zu einer Einigung kommen wird (eine Vertragsverlängerung bis 2024 wird erwartet), ist nur noch ein Platz frei. Und diesen Platz dürfte laut Medienberichten Mexiko gewinnen. Dort soll bereits eine mündliche Einigung erzielt worden sein. Kurzum: Hockenheim wird 2020 kein F1-Rennen ausrichten. „Das ist natürlich noch nicht zu 100 Prozent entschieden“, ist Seiler optimistisch. Im vergangenen Jahr sorgte Mercedes als Hauptsponsor des Rennens dafür, dass Hockenheim auch in dieser Saison im Kalender blieb.
„Obwohl die Tür noch nicht ganz geschlossen ist, sehe ich im Moment nicht viele Optionen“, erklärt Seiler. Offen ist auch, wie es nach 2020 aussehen wird. Vielleicht wird Mick Schumacher in Zukunft eine bestimmte Rolle spielen. Sollte es ihm in den kommenden Jahren gelingen, in die Formel 1 einzusteigen, könnte es in Deutschland ein erneutes Interesse an der Formel 1 geben. Für Hockenheim wäre das wichtig, denn letztendlich geht es bei der Frage, ob man ein F1-Rennen organisieren kann, vor allem um finanzielle Aspekte. „Ich fürchte, Hockenheim kann es sich nicht leisten“, verkündete Toto Wolff schon vor einiger Zeit. Die mögliche Aufregung um Mick Schumacher könnte zusätzliches Geld in die Kasse der Veranstalter bringen. Für 2020 ist dies jedoch ohnehin kein realistisches Szenario.
