Gestern ist genau ein Jahr seit dem Tod des ehemaligen Ferrari-Präsidenten Sergio Marchionne vergangen. Seitdem hat sich die Scuderia intern dramatisch verändert. Seit Beginn dieser Saison wird das Team von Mattia Binotto übernommen, die inzwischen ein dreiköpfiges Support-Team im technischen Bereich aufgebaut hat. Anscheinend könnte jedoch ein alter Bekannter bald nach Maranello zurückkehren.
Wie das deutsche Portal Auto Bild Motorsport berichtet, gibt es in Italien wachsende Spekulationen, wonach Aldo Costa, der derzeit für Mercedes arbeitet, neben Simone Reste von Alfa Romeo nach Maranello zurückkehren könnte. Der Italiener ist seit 1995 Teil des Ferrari-Teams und hat zusammen mit Michael Schumacher große Erfolge in verschiedenen Rollen gefeiert.
2011 verließ er Ferrari und trat dem Mercedes-Team bei. Als Chefingenieur hatte er 2014 große Anerkennung für den ersten Silberpfeil-Titel der Hybrid-Periode. Erst vor einem Jahr wurde bekannt, dass er sich in den Hintergrund zurückgezogen hatte und künftig nur noch als Berater für Mercedes arbeiten würde. "Ich wollte mehr Zeit mit meiner Familie verbringen, er besuchte Italien öfter", begründete er seine damalige Entscheidung.
Laut Medien könnte der 58-Jährige aus Parma an diesem Wochenende im Rahmen des deutschen GP-Rennwochenendes seine Rückkehr nach Maranello ankündigen. Die Medien geben auch an, dass sie eine sehr gute Beziehung zu Chief Binott haben.
Binotto selbst wurde jedoch in der ersten Saisonhälfte nach der Übernahme des Teams umstrukturiert. Nachdem er erklärt hatte, dass er nicht zwei Positionen besetzt (Teamchef und Cheftechniker), wurde bekannt, dass er drei wichtige Positionen im Team mit neuen Leuten besetzte.
David Sanchez ist verantwortlich für die Aerodynamik, Enrico Cardile für das Fahrwerk und Corrado Iotti für den Motor. Alfa Romeo-Rückkehrerin Simone Resta spielt ebenfalls eine Rolle. Der Italiener soll an dem Projekt 2021 beteiligt sein und bald mit der Entwicklung des Autos nach den neuen Regeln beginnen.
