Obwohl der Chef des Mercedes-Teams nach dem Qualifying zum Großen Preis von Deutschland in Hockenheim sein Mitgefühl für den achtplatzierten Ferrari zum Ausdruck brachte, freute er sich natürlich auch auf die 87. Pole-Position von Lewis Hamilton. Der fünfmalige Weltmeister zeigte einmal mehr, dass er in Höchstform ist, wenn es sein muss, und überholte Max Verstappen, der neben ihm in der ersten Reihe stehen wird, um gut drei Zehntelsekunden.
Top sorgt im Silber jedoch für einiges an Sorge, denn der junge Niederländer beweist immer wieder, wie kompromisslos und zweikampfstark er ist. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Wolff warnt: „Es gibt eine Bedrohung und sie heißt Max Verstappen.“ Ich glaube schon Red Bull Insgesamt zeigten sie eine gute Renngeschwindigkeit, sie kommen gut mit den Reifen zurecht und das macht sie definitiv zu einer Gefahr im Rennen.“
Mit der eigenen Form ist der Österreicher hingegen beim Heimrennen nicht zufrieden. „Wir hatten erwartet, viel stärker zu sein. Wir haben eine Verbesserung mitgebracht und wussten im Vorfeld, dass uns die Geschwindigkeit im Flachland hier nicht liegen würde. Aber im dritten Sektor hätten wir – ähnlich wie in Barcelona – gut sein müssen, aber das gesamte Rennwochenende war nicht so.“
Aus diesem Grund sei man mit der eigenen Leistung grundsätzlich nicht zufrieden gewesen, gibt Wolff zu und ergänzt: „Es hätte ganz anders aussehen können, wenn Ferrari das Qualifying nicht vorzeitig beendet hätte.“ Warum das Silber hinter seinen Erwartungen zurückblieb, muss das Team noch analysieren. „Wir sehen, dass die Verbesserung funktioniert. Es gibt jedoch viele Faktoren, die berücksichtigt werden müssen, wie zum Beispiel die Streckenführung, den Asphalt und die Hitze. Dies sind die Variablen, die wir vor dem nächsten Rennen in Ungarn analysieren müssen. Wir müssen uns auch fragen, ob wir wirklich verstanden haben, wie wir einen Rennwagen mit aerodynamischen Verbesserungen am besten abstimmen können.“
