Rennkommissare standen in letzter Zeit im Rampenlicht. Der Höhepunkt der Debatte über ihre Arbeit und ihr Handeln wurde nach dem Rennen in Kanada erreicht, als gegen Vettel eine Strafe verhängt wurde und der Deutsche dadurch den Sieg verlor, obwohl er als Erster die Ziellinie überquerte. Zwei weitere Fälle sorgten für viel Aufregung, nämlich Daniel Ricciardo in Le Castellet und die heiße Szene von Leclerc und Verstappen in Österreich.
Dennoch glaubt Ricciardo nicht, dass die Situation schlimmer ist als zuvor. „Im Vergleich zu vor Jahren ist es jetzt definitiv besser. Ich erinnere mich, dass man damals für fast jede Kleinigkeit Strafen verhängte.“ Ansonsten könnten die Kommissare nach dem Geschmack des Australiers manchmal großzügiger sein, aber insgesamt denke ich, dass sie weniger Strafen verhängen. Und das ist immer schön für einen Rennfahrer.
Es stellt sich aber auch die Frage der Konstanz. Die gegen Vettel verhängte Strafe war für viele zu hart und löste auch in Österreich heftige Debatten aus. Denn nach Ansicht der Mehrheit hätte Verstappen in Spielberg eine Strafe erhalten müssen, was er nicht tat, obwohl er im Zusammenhang mit Vettels Strafe eine Strafe hätte erhalten müssen.
Konstanz ist für Ricciardo jedoch eine reine Utopie, es sei denn, man hat bei jedem Rennen einen Experten dabei, der alle kontroversen Situationen beurteilt. Leider haben wir derzeit für jedes Rennen ein wechselndes System von Kommissaren. „Aber hier gibt es noch Verbesserungspotenzial“, fügt Ricciardo hinzu.
