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Die Audi-Legende ist zurück: Abt produziert 30 Original-Quattros mit über 500 PS

Abt Sportsline hat in Zusammenarbeit mit LCE Performance ein faszinierendes Restomod-Projekt namens Abt Pra-Quattro auf die Räder gestellt. Dieser Umbau basiert auf den originalen Audi Pra-Quattro-Fahrzeugen und kombiniert ikonisches Design mit modernster Technologie und brutaler Leistung. Und das alles mit TÜV und ABE.

Optisch ist der Abt Pra-Quattro stark vom seltenen Audi Sport Quattro inspiriert. Die aus leichten Materialien wie Carbon und Kevlar gefertigte Karosserie zeichnet sich durch breite Kotflügel und Lüftungsschlitze aus. Unter der Haube arbeitet allerdings kein historischer Motor, sondern ein moderner 2,5-Liter-Fünfzylinder-TFSI-Motor, den Abt auf 530 PS (390 kW) gesteigert hat.

Ein komplett neu konstruiertes Fahrwerk, eine moderne Bremsanlage mit ABS sowie ein modernisierter Innenraum mit Schalensitzen und Überrollkäfig runden das Hochleistungspaket ab. Trotz der extremen Modifikationen verfügt der Abt Pra-Quattro über eine TÜV-Zulassung für den Straßenverkehr. Und sogar das Kennzeichen H. Überraschend angesichts der Änderungen.

Die Präsentation erfolgte im Rahmen einer exklusiven Veranstaltung der „Friends of Abt“, bei der die Nachfrage riesig war. Da die ursprünglich auf 25 Stück limitierte Serie sofort ausverkauft war, erhöhte Abt die Produktion auf 30 Stück – die ebenfalls sofort ausverkauft waren.

Regisseur Hans-Jürgen Abt im Interview

Welche besondere Geschichte verbindet Sie mit diesem Auto?

Hans-Jürgen Abt: „Als ich Ende der 80er-Jahre die Tuningabteilung bei Abt von meinem Vater übernahm, war der originale Quattro aus dem Autohaus quasi meine Mitgift. Ich habe das Auto dann an den Kotflügeln verbreitert und mit Teilen des Sport Quattro wie Kühlergrill, Scheinwerfern und weißen Magnesiumrädern modifiziert – und es so zu einem absoluten Unikat gemacht. Ich bin den Quattro zwei, drei Jahre lang gefahren, seitdem gehört er als Prunkstück zu unserer Firma.“

Wie ist die Idee zur neuen Retro-Version entstanden?

„Das war ein echtes Geheimprojekt, entstanden in Zusammenarbeit mit unserem CEO Thomas Biermaier und der Firma LCE am Bodensee. Der Ur-quattro ist der wohl traditionsreichste Audi im Volkswagen Konzern und hat auch für unser Unternehmen eine emotionale Bedeutung – daher haben wir überlegt, was wir daraus machen können. Das Ergebnis ist unsere moderne Interpretation einer wahren Ikone.“

Welches Detail gefällt Ihnen am besten?

„Das Auto ist ein Gesamtkunstwerk. Von den vielen Kevlar-Carbon-Teilen am ganzen Fahrzeug über den unsichtbar integrierten Sicherheitskäfig bis hin zu moderner Technik wie ABS und einem 2,5-Liter-Motor mit 530 PS. Meiner hatte damals „nur“ 450. Das Fahrwerk ist in allen Teilen original, daher ist der Wagen als Oldtimer zugelassen und darf mit dem Kennzeichen H gefahren werden. Besonders stolz bin ich auf das Interieur – es ist eine ganz besondere Ausführung unseres ABT Individual-Programms, das es auch für andere Fahrzeuge gibt.“

Das Auto war ein geheimes Projekt und wurde erst am Ende der „Friends of ABT“-Show enthüllt – so wie einst Apples Steve Jobs eine Überraschung für den Schluss vorbereitete. Wie war die Resonanz der Gäste?

„Gigantisch und viel besser als wir gehofft hatten.“ Unsere Idee war, dass Gäste noch am selben Abend ein Auto zu einem Sonderpreis bestellen konnten – was etwas verrückt war, da es hierfür weder Flyer noch Website gab. Trotzdem waren alle ursprünglich geplanten 25 Autos innerhalb von drei Stunden ausverkauft. Um einige treue Kunden nicht zu enttäuschen, beschlossen wir am nächsten Morgen nach Rücksprache mit allen Kunden, fünf weitere Autos zu verkaufen.“

Tradition durch Innovation in die Moderne bringen – welchen Stellenwert hat dieser Leitgedanke für das gesamte Unternehmen ABT?

„Zunächst einmal freuen wir uns, dass wir mit diesem Projekt bei unseren Kunden eindeutig ins Schwarze getroffen haben – es macht uns auch etwas mutiger für die eine oder andere Idee, die uns noch im Kopf herumschwirrt.“ „Grundsätzlich spiegelt dies auch den Geist der Firma Abt wider: Wir wollen uns immer wieder neu erfinden, wir wollen mit frischen Ideen und Erkenntnissen im Bereich Technik und Design in die Zukunft gehen.“

Den CEO der ABT-Gruppe nach seinem Lieblingsauto zu fragen, ist angesichts der vielen leistungsstarken Modelle natürlich schwierig. Wo würden Sie den ursprünglichen Quattro einordnen?

„Der Ur-Quattro war damals das erste Auto in meinem Herzen und ich habe ihn nie ganz vergessen. Mit dieser Retro-Version ist meine Liebe neu entfacht worden.“

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