Aston Martin Vantage S mit 680 PS

Aston Martins Flut neuer Modelle reißt nicht ab. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr fast die gesamte Modellpalette überarbeitet hat, geht es nun mit der überarbeiteten S-Version seiner beliebtesten Modelle den nächsten Schritt in Richtung Zuffenhausener Rendite. Den Anfang machte Ende April der DBX S, nun folgt der Vantage, der Porsche 911-Konkurrent.

Andreas Bareis, Aston-Präsident für EMEA, erläuterte die Strategie dahinter. Er sagte, das Ziel sei nicht, den Porsche 911 mit fast 30 verschiedenen Versionen zu kopieren. Ziel sei es, den Kunden häufiger als bisher neue Alternativen anzubieten. Wenn sie also in zwei oder drei Jahren ein neues Auto suchen, sollten sie es bei Aston finden. Idealerweise sollte eine neue Version des Modells auch noch mehr Begehrlichkeiten wecken. Und während der Standard-Vantage bereits große Begehrlichkeiten weckt, soll dieses Ziel mit dem neuen Vantage S erreicht werden.

Ein Grund: Die Leistung des ursprünglich von AMG entwickelten 4,0-Liter-Biturbo-V8-Motors wurde im S-Modell um 15 PS auf 680 PS gesteigert. Das maximale Drehmoment bleibt mit 800 Nm unverändert. Da auch die Launch Control ins Fitnessstudio geschickt wurde, verkürzt sich die Zeit von 0 auf 100 km/h um 0,1 auf 3,4 Sekunden. Die Beschleunigung auf 200 km/h erfolgt in 10,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt weiterhin 325 km/h. Der Sportwagenhersteller verspricht zudem eine stärkere Einbindung des Antriebsstrangs durch ein besser abgestimmtes und aggressiveres Gaspedal.

Laut Aston Martin profitiert der Vantage S zudem von „umfangreichen Detailänderungen an Fahrwerk, Antriebsstranglagerung und Steuerungssoftware“, die für mehr Agilität und Stabilität sowie ein verbessertes Fahrerlebnis sorgen sollen. Bisher war das Fahrerlebnis mit dem Vantage durchaus spektakulär und im besten Sinne des Wortes wild. Beim S könnte es noch etwas ernster werden.

Die Ingenieure wünschten sich unter anderem besseren Grip, besseres Fahrgefühl und besseres Ansprechverhalten an der Vorderachse. Um dies zu erreichen, veränderten sie die Hard- und Software der adaptiven Bilstein DTX-Dämpfer. Zusätzlich wurde die Steifigkeit der hinteren Stoßdämpfer reduziert, um den Fahrkomfort bei niedrigen Geschwindigkeiten zu optimieren. Eine weitere Maßnahme zur Verbesserung des Fahrkomforts ist eine zehnprozentige Reduzierung der Steifigkeit der Getriebelagerung.

Andererseits soll der Verzicht auf Gummibuchsen und die direkte Befestigung des hinteren Hilfsrahmens an der Karosserie für bessere Spurtreue und ein besseres Lenkgefühl sorgen. Darüber hinaus wurden auch die Sturz-, Sturz- und Spureinstellung der Radaufhängung optimiert, um die Traktion der Vorderachse und das allgemeine Ansprechverhalten des Fahrzeugs zu optimieren.

Künftig erkennt man den Vantage S an den neuen Motorhaubenhutzen, die die heiße Abgasluft stärker vom Achtzylindermotor wegleiten. Die vorderen Kotflügel zieren ein messinggeschmiedetes „S“ mit rotem Glasemaille. Die 21-Zoll-Räder sind in Satinschwarz mit roten Felgengrafiken lackiert. Die Bremssättel sind ebenfalls in Bronze gehalten.

Eine Innenausstattung aus Alcantara und Leder mit satinierten Carbon-Einsätzen gehört beim Vantage S zur Serienausstattung. Aston spricht von einer leichten Gewichtsreduzierung im Innenraum, nennt aber keine Zahlen. Ein luxuriöses Detail sind die gestickten „S“-Logos auf den oberen Schulterpolstern der Sitze, für die fast 2.500 Einzelstiche und mehr als 16 Meter Garn benötigt wurden. Ein optionales Interieur-Paket bietet einen Drehschalter für den Fahrmodus in rot oder silber eloxierter Ausführung, der zumindest auf den Bildern sehr cool aussieht.

Der Vantage S feiert dieses Wochenende beim Goodwood Festival of Speed ​​2025 seine dynamische Weltpremiere und wird dort auch am Bergrennen teilnehmen. Das Fahrzeug ist ab sofort als Coupé und Roadster bestellbar. Die ersten Auslieferungen erfolgen im vierten Quartal 2025. Preise stehen noch nicht fest, das Standard-Vantage-Coupé startet jedoch bei 198.000 Euro.

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