Nun will auch Audi einen Konkurrenten zur Mercedes G-Klasse.

Vor drei Jahren flirtete Audi bereits mit einem Konkurrenten für die G-Klasse und den Land Rover Defender, aber jetzt ist die Sache ernst geworden.

Es ist fast drei Jahre her, dass der ehemalige Audi-Designchef Marc Lichte einen möglichen Konkurrenten für die Mercedes G-Klasse andeutete. Obwohl sich die kantige SUV-Ikone weiterhin gut verkauft (mit Ausnahme des elektrischen G 580 mit EQ-Technologie), hat Audi noch kein Konkurrenzmodell auf den Markt gebracht.

Doch das könnte sich bald ändern. Obwohl seit 2023 nichts Konkretes passiert ist, erklärte Audi-Chef Gernot Döllner kürzlich gegenüber Autocar, er habe den Traum von einem robusten SUV für die Marke noch nicht aufgegeben. Döllner hat zwar eine Straffung der Audi-Modellpalette erwogen, doch das bedeutet nicht zwangsläufig das Ende von Nischenmodellen.

Er erklärte gegenüber der Publikation: „Es funktioniert hervorragend, wenn wir im Kerngeschäft ein fokussierteres Produktsortiment und zusätzlich einige Nischenmodelle anbieten, mit denen wir die Marke stärken und neue Ideen aus dem Nischensegment in die Kernprodukte übertragen. Das funktioniert bestens und ist Teil unserer Strategie.“ Ein solches Modell würde als Vorzeigemodell dienen und es Audi ermöglichen, neue Technologien zu präsentieren und gleichzeitig in einem beliebten und profitablen Segment zu konkurrieren.

Marc Lichte sagte 2023, dass es „Platz“ für ein solches Modell gäbe. Gleichzeitig betonte er, dass dieses SUV (das damals als vollelektrisches Fahrzeug konzipiert war) weder wie eine G-Klasse noch wie ein Land Rover Defender aussehen sollte. Es sollte „etwas ganz anderes“ sein.

Dieses „etwas andere“ könnte ein auf dem Scout basierendes Angebot sein. Audi könnte in mehrfacher Hinsicht von den neuen SUVs des Konzerns für den US-Markt profitieren. Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle stellen für Audi ein erhebliches Problem dar, da das Unternehmen aus Ingolstadt – anders als BMW und Mercedes – keine Produktionsstätten in den USA besitzt.

Auf Basis des Scout könnte Audi in Amerika einen Konkurrenten zur G-Klasse bauen und so Zölle umgehen. Eine Entscheidung steht aber noch aus. Laut Döllner hängt die Frage, ob Audi ein eigenes Werk in den USA errichten soll oder nicht, von der Abstimmung mit der US-Regierung ab. Ungeachtet des Endergebnisses müsse man wachsam bleiben, so Döllner.

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