Rimac will Porsche aus Bugatti verdrängen.

Der Vorstandsvorsitzende verhandelt über den Kauf von Porsches 45-prozentiger Beteiligung an dem Joint Venture.

Nur vier Jahre nach der Gründung des Joint Ventures Bugatti Rimac verhandelt CEO Mate Rimac bereits über die vollständige Übernahme. Er begründet dies mit dem Wunsch, Bürokratie zu vermeiden und mehr Handlungsfreiheit zu erlangen. Berichten zufolge verhandelt Rimac über den Kauf der gesamten 45-prozentigen Porsche-Beteiligung. Laut jüngsten Interviews hat Mate Rimac bereits die notwendigen Investoren für die Übernahme gewonnen und dem deutschen Hersteller Anfang des Jahres angeblich rund eine Milliarde Euro für seine Anteile geboten.

Matej Rimacs Hauptmotivation ist, dass er „langfristige Entscheidungen treffen kann, ohne sie 50 Leuten erklären zu müssen“. Sollte die Übernahme zustande kommen, erlangt die Rimac-Gruppe die vollständige Kontrolle über Bugatti Rimac. Porsche behält jedoch weiterhin erheblichen indirekten Einfluss, da der deutsche Hersteller neben Matej Rimac (35 Prozent), der Hyundai Motor Group (11 Prozent) und weiteren Investoren (32 Prozent) noch immer 22 Prozent der Anteile an der Muttergesellschaft Rimac hält.

Obwohl Mate Rimac angedeutet hat, dass eine Einigung bis zum nächsten Jahr möglich sein könnte, räumte er ein, dass die Verhandlungen komplex und emotional aufgeladen seien, insbesondere aufgrund der Beteiligung der Familie Porsche-Piëch. Die Gespräche finden zu einem Zeitpunkt statt, an dem Porsche mit internen Herausforderungen zu kämpfen hat, darunter ein starker Wettbewerb in China und ein sinkendes Interesse der Verbraucher an seinen Elektrofahrzeugen. Dies könnte die Bereitschaft des Unternehmens zum Verkauf seiner Anteile beeinflussen.

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