Es war zwar nicht wirklich erfolgreich, aber sehr stilvoll: So könnte man die kurze Karriere des Kia Stinger beschreiben, der zwischen 2017 und 2023 produziert wurde. Das oft diskutierte Comeback scheint nun endlich Realität zu werden.
Wenn diese Teaser ein Indiz sind, wird Kia bald eine neue Studie vorstellen. Kurz nach der Einstellung des Stinger kamen Gerüchte über einen möglichen elektrischen Nachfolger auf. Den unscharfen Bildern nach zu urteilen, könnte es sich um einen neuen Grand Tourer ohne Verbrennungsmotor handeln. Um es klarzustellen: Die Koreaner bestätigen weder, noch dementieren sie, dass es sich um einen elektrischen Stinger handelt. Aktuell trägt er lediglich den Namen „Kia Concept“, und die Vorschau lässt stark vermuten, dass er eine aerodynamischere Form als der EV4 aufweisen wird.

Das Fahrzeug zeichnet sich durch eine stark abfallende Dachlinie aus, die möglicherweise in einer Heckklappe anstelle eines herkömmlichen Kofferraums endet. Obwohl die Silhouette an den Stinger erinnert, ist bereits deutlich erkennbar, dass dieses Auto einen ganz eigenen Look hat, der Kias avantgardistischem Designansatz entspricht.
Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob dies Kias Antwort auf den Hyundai Ioniq 6 sein wird oder etwas völlig anderes. Das Konzeptfahrzeug scheint größer zu sein als der EV4, der als Limousine 4730 Millimeter misst. Die kurze Frontpartie deutet stark auf eine Elektrokonfiguration hin, da für einen Verbrennungsmotor offenbar wenig Platz vorhanden ist. Andererseits plant der Mutterkonzern Hyundai ebenfalls Elektrofahrzeuge mit erweiterter Reichweite.


Neben den markanten Kotflügeln fallen besonders die Scheinwerfer ins Auge. Ein LED-Streifen ragt aus der Karosserie und erstreckt sich bis zu den A-Säulen, wo die Seitenkameras montiert sind. Das kleine vordere Seitenfenster lässt vermuten, dass es sich um ein größeres Fahrzeug als den EV4 handelt, was die Frage aufwirft, ob das Serienmodell vielleicht EV8 heißen könnte.

Das Fehlen herkömmlicher B-Säulen unterstreicht, dass es sich hier um ein Konzeptfahrzeug und nicht um ein Serienmodell handelt. Wir hoffen, dass das verlängerte Glasdach auch in der Serienversion Verwendung findet. Vorausgesetzt natürlich, Kia plant tatsächlich eine Serienproduktion. Vorerst dient dieses hochaerodynamische Elektrofahrzeug als Ausblick auf die nächste Generation der Marke: „Eine neue Zukunft zeichnet sich ab. Unsere Vision wird bald Realität.“
Hinsichtlich der grundlegenden Ausstattung könnte das elektrische Fastback-Modell die Hardware des Ioniq 6 übernehmen. Alternativ käme die kommende eM-Plattform infrage, die die Reichweite im Vergleich zu aktuellen Elektrofahrzeugen um 50 Prozent erhöhen soll. In jedem Fall wäre ein Hinterradantrieb für die Version mit einem Motor sinnvoll, während die teureren Varianten voraussichtlich mit einem Allradantrieb mit zwei Motoren ausgestattet sein würden.

Die Teaser werfen zwar mehr Fragen auf, als sie beantworten, aber wir sind froh, dass es sich nicht um den Crossover der X-Serie handelt. Kia hat sich noch nicht dazu geäußert, wann wir ihn tatsächlich zu sehen bekommen. Wir wissen, dass der EV2 am 9. Januar auf dem Brüsseler Autosalon Premiere feiert, aber es gibt derzeit keine Hinweise darauf, wann das hier gezeigte finale Konzeptfahrzeug enthüllt wird.
Sollte ein Serienmodell folgen, ist mit einer Markteinführung frühestens 2027 zu rechnen. Dies würde Kia sicherlich helfen, sein Ziel von 1,26 Millionen verkauften Elektrofahrzeugen pro Jahr bis zum Ende des Jahrzehnts zu erreichen. Der Großteil der Verkäufe wird jedoch auf günstigere Modelle wie den EV2, EV3 und EV4 entfallen. Das hier gezeigte Fahrzeug dürfte deutlich teurer sein, was die Verkaufszahlen naturgemäß reduzieren wird.


