China bereitet eine Änderung der Fahrzeugvorschriften vor, die darauf abzielt, die Beschleunigung von Pkw beim Anfahren zu begrenzen.
Die neue Regelung würde vorschreiben, dass ein Fahrzeug in mindestens 5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen muss, es sei denn, der Fahrer wählt ausdrücklich einen schnelleren Fahrmodus. Bei Verabschiedung würde die Regelung für alle Pkw im Land gelten, unabhängig vom Antrieb, und besonders schnelle Elektroautos hart treffen.
Konkret bedeutet dies, dass Modelle wie das Xiaomi SU7 Ultra (0,0–100 km/h in ca. 1,98 s), das Zeekr 001 FR (2,02 s) oder auch das amerikanische Tesla Model S Plaid (2,1 s) beim Start zunächst einen langsameren „Sicherheitsmodus“ bereitstellen müssten, bevor der Fahrer in den Standardmodus wechseln kann. Der Vorschlag, der Teil des Dokuments „Technische Spezifikationen für selbstfahrende Fahrzeuge im Straßenverkehr“ ist, soll die bestehende Norm GB 7258-2017 ersetzen.
Ein separater Entwurf sieht außerdem eine Regelung für sehr lange Fahrzeuge (6 m oder mehr Länge) vor, bei der eine Geschwindigkeitswarnfunktion eingeführt werden soll – ein optisches oder akustisches Signal, wenn das Fahrzeug die zulässige Höchstgeschwindigkeit (100 km/h) ohne installiertes Geschwindigkeitsbegrenzungssystem überschreitet. Ein ähnliches System ist in Europa bereits bekannt, auch bei deutlich kleineren Fahrzeugen.
Die Änderung zielt darauf ab, die Sicherheit und das Fahrverhalten zu verbessern, doch viele befürchten, dass sie den Fahrspaß bei schneller Beschleunigung, insbesondere bei Elektroautos, beeinträchtigen könnte. Nach ihrer Verabschiedung wird die Regelung jedoch einen entscheidenden Einfluss auf die Konstruktion und Programmierung von Fahrzeugen für den chinesischen Markt haben.


