Nissan und Mercedes schließen gemeinsames Werk in Mexiko

Nissan und Mercedes beenden ihre milliardenschwere Partnerschaft in Mexiko.

Das 50/50-Joint-Venture von Nissan und Daimler in Mexiko, das Werk Cooperation Manufacturing Plant Aguascalientes (COMPAS), wird geschlossen. Das Werk, in das insgesamt rund 864 Millionen Euro (bzw. 1 Milliarde US-Dollar) investiert wurden, nahm 2017 den Betrieb auf. Dort wurden die Modelle Infiniti QX50 und QX55, beide mit dem 2,0-Liter-VC-Turbo-Motor ausgestattet, sowie der Mercedes-Benz GLB montiert.

Die Werksschließungen erfolgen schrittweise mit dem Produktionsende der jeweiligen Modelle. Nissan stellt die Produktion der Infiniti-Modelle QX50 und QX55 Ende dieses Monats ein. Mercedes-Benz wird den GLB-Crossover weiterhin im Werk fertigen, das letzte Fahrzeug soll jedoch im Mai 2026 vom Band laufen. Mit dem Produktionsende des GLB wird das Werk vollständig geschlossen. Diese Werksschließungen sind Teil eines umfassenden globalen Restrukturierungsplans von Nissan zur deutlichen Kostensenkung.

Trotz der Werksschließungen verfolgen beide Marken ehrgeizige Pläne zur Erneuerung ihrer Modellpaletten. Infiniti will den aktuellen QX60 und den kommenden QX65 als Nachfolger der eingestellten Modelle positionieren. Mercedes-Benz hat bestätigt, dass der GLB mit einer zweiten Generation fortgesetzt wird, die sowohl mit konventionellen Verbrennungsmotoren als auch mit einem vollelektrischen Antrieb erhältlich sein wird. Nissan hingegen verfolgt einen drastischen Sanierungsplan, der den Abbau von 20.000 Stellen und eine Reduzierung der Jahresproduktion um eine Million Einheiten vorsieht, obwohl gleichzeitig die Markteinführung neuer Produkte wie der nächsten Generation von Leaf und Sentra vorbereitet wird.

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