Der BMW i8 wirkt auch heute, mehr als zwölf Jahre nach seiner ersten Präsentation, noch immer bemerkenswert modern. Die letzten Exemplare des Plug-in-Hybrid-Sportwagens liefen im Juni 2020 in Leipzig vom Band.
Die Kombination einer Fahrgastzelle aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) mit einem Aluminiumchassis war ebenso revolutionär wie das intelligent gesteuerte Zusammenspiel von Verbrennungsmotor und Elektromotor.

Der umfassende Einsatz von CFK in der Karosseriestruktur setzt auch heute noch Maßstäbe im Bereich des intelligenten Leichtbaus. Zusammen mit dem vollelektrischen BMW i3 leistet der i8 Pionierarbeit für innovative Produktionstechnologien, die die BMW Group und insbesondere das Werk Leipzig zu einem Vorreiter beim Einsatz von CFK in der Serienproduktion gemacht haben.




Rund 20.000 Einheiten wurden gebaut, darunter auch der 2017 eingeführte i8 Roadster. Seitdem wurde die Hochvoltbatteriekapazität beider Modelle von 20 auf 34 Ah erhöht, mit einem Bruttoenergieinhalt von 11,6 kWh. Die optimierte Batteriezellentechnologie ermöglichte zudem eine Steigerung der maximalen Leistung des Elektromotors um 9 kW/12 PS auf 105 kW/143 PS.
In Kombination mit dem Verbrennungsmotor beträgt die Systemleistung 275 kW/374 PS. Das BMW i8 Coupé beschleunigt in 4,4 Sekunden von null auf 100 km/h, der BMW i8 Roadster in 4,6 Sekunden. Beide Modelle erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Die elektrische Reichweite des i8 Coupés wurde inzwischen auf 55 Kilometer und die des i8 Roadsters auf 53 Kilometer erhöht.


Kaum jemand weiß, dass Alpina schon Jahre zuvor den i8 im Visier hatte. Der BMW Alpina i8 Tiger war ein Einzelstück, ein Prototyp auf Basis des ursprünglichen i8. Anders als das Serienmodell mit seinem Dreizylinder-Turbobenziner und einer Systemleistung von 362 PS, basierte Alpinas Version auf einem modifizierten 1.998-cm³-Vierzylinder. Zusammen mit dem Elektromotor erreichte er eine Systemleistung von 462 PS und ein maximales Drehmoment von 700 Nm.
Die Idee entstand Ende 2015 bei Klaus Fröhlich, Entwicklungschef von BMW, und Andreas Bovensiepen, CEO von Alpina. Das Fahrzeug wurde zwischen 2016 und 2017 entwickelt und erhielt den Codenamen „Tiger“, der auch für den Prototyp verwendet wurde. Dieser wurde erstmals auf der Alpina-Jubiläumsveranstaltung 2025 in Penzing präsentiert.








Zusätzlich zu den Modifikationen am Antriebsstrang wurde das Fahrzeug mit einem Alpina-Kühlpaket, einem modifizierten Fahrwerk, geschmiedeten Alpina Classic-Felgen und umfangreichen aerodynamischen Maßnahmen ausgestattet. Dazu gehörten ein Frontsplitter mit Dive-Slides, Radlaufverbreiterungen, ein Heckstoßfänger mit Diffusor und ein Heckflügel aus Kohlefaser.
Während der serienmäßige BMW i8 vor allem auf Leichtbau und futuristisches Design setzte, vereinte der Alpina i8 Tiger diese Basis mit mehr Leistung, klassischer Alpina-Technologie und exklusiver Einzigartigkeit. Leider ging der „Tiger“ nicht in Serie. Wir vermuten, dass ein umfangreicher Umbau zu teuer gewesen wäre.

