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Touchscreens machen uns zu verzweifelten Fahrern

Neue, von Toyota unterstützte Forschungsergebnisse zeigen einen drastischen Rückgang der Spurhaltedisziplin und der Reaktionszeiten bei der Nutzung moderner Infotainmentsysteme.

Eine neue Studie der University of Washington und des Toyota Research Institute hat wissenschaftlich bestätigt, dass moderne Infotainment-Bildschirme ein echtes Sicherheitsrisiko darstellen. Die im September 2025 veröffentlichte Studie nutzte hochentwickelte, hochauflösende Simulatoren, um Augenbewegungen, Pupillenerweiterung und physiologische Stresssignale der Teilnehmer zu erfassen. Ziel war es, die kognitive Belastung von Fahrern zu quantifizieren, wenn diese gezwungen sind, sich durch mehrstufige digitale Menüs zu navigieren, um alltägliche Aufgaben wie Audio- oder Klimaeinstellungen zu bedienen, die zuvor über intuitive physische Tasten und Drehregler gesteuert wurden.

Die Daten zeigen eine deutliche Verschlechterung der Fahrfähigkeiten, sobald Bildschirme genutzt werden. Multitasking führt dabei zu Leistungseinbußen in beiden Bereichen. Beim Versuch, Touchscreens während der Navigation in einer simulierten Stadtumgebung zu bedienen, sanken die Genauigkeit und Geschwindigkeit der Berührungserkennung um mehr als … 58 Prozent im Vergleich zur Nutzung im Stand. Noch besorgniserregender waren die Auswirkungen auf die Fahrzeugkontrolle; das Verlassen der Fahrspur nahm um mehr als 40 ProzentDies beweist, dass es Fahrern physisch schwerfällt, ihre Position auf der Straße beizubehalten, während ihre kognitive Kapazität durch digitale Bildschirme monopolisiert wird.

Da eine vollständige Rückkehr zu physischen Schaltern aufgrund der Kosteneffizienz von Displays unwahrscheinlich ist, argumentiert die Studie, dass Automobilhersteller ihre Benutzeroberflächen dringend an die menschlichen Grenzen anpassen müssen. Zu den Empfehlungen gehören die Reduzierung der Menütiefe für gängige Fahrfunktionen, die Einführung größerer und besser sichtbarer Touch-Oberflächen sowie der Einsatz von dehnungssensitiven Systemen, die die Belastung des Fahrers erkennen und nicht benötigte Funktionen vorübergehend einschränken. Die Schlussfolgerung ist eindeutig: Wenn Displays weiterhin zum Einsatz kommen sollen, müssen sie auf das tatsächliche menschliche Verhalten und nicht auf minimalistische Showroom-Gestaltung ausgelegt sein.

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