Dieser Ferrari Enzo hat einen neuen Preisrekord aufgestellt.

Ein besonderes Exemplar wurde bei einer Auktion für knapp 18 Millionen Dollar verkauft, der 250 GTO hingegen war ein „enttäuschendes“ Exemplar.

Kehren wir kurz ins Jahr 2014 zurück. Genauer gesagt nach Pebble Beach. Der große Moment für den Ferrari Enzo kommt bei der Auktion. Nicht irgendein Enzo, sondern Nummer 400 – gebaut auf Wunsch des damaligen Ferrari-Chefs in Maranello, um ihn Papst Franziskus zu überreichen. Schließlich gibt es Möglichkeiten, ein ohnehin schon außergewöhnliches Auto noch exklusiver zu machen. 5.203.800 Euro wechselten den Besitzer – für den letzten nicht-elektrischen Hypercar aus Maranello.

Und schwupps, springen wir von Pebble Beach gut zwölf Jahre in die Zukunft und landen im Januar 2026 in Kissimmee (Florida), wo die Mecum-Auktion stattfand. Der Ferrari Enzo taucht wieder unter den Stars der Auktion auf. Gelb. Ein echter Hingucker. Die Gebote beginnen – und steigen in Höhen, die (wohl) kaum jemand für möglich gehalten hätte. Ein Gebot folgt dem anderen, bis die Marke von 18 Millionen US-Dollar erreicht ist. Am Ende beträgt der Preis 17.875.000 US-Dollar, umgerechnet 15.196.000 Euro. Ein neuer Rekord für den 660 PS starken V12-Traumwagen. Noch nie zuvor wurde ein Ferrari Enzo bei einer Auktion so hoch bewertet. Damit gehört dieses Auto zu den zehn teuersten Ferraris, die jemals versteigert wurden.

Doch schließlich ist er eines der wichtigsten Modelle in der Geschichte von Maranello. Nach ihm kamen der LaFerrari und der F80 – Rennwagen mit über 1000 PS, die durch zusätzliche Elektromotoren erreicht wurden. Der Ferrari Enzo hingegen ist ein konsequenter Verbrennungsmotor: ein Zwölfzylinder-Saugmotor mit 657 Nm maximalem Drehmoment, das ausschließlich auf die Hinterräder übertragen wird. Eine wahre Ikone für den Cavallino Rampante.

Doch selbst unter Berücksichtigung der Inflation stellt sich die Frage: Warum hat sich der Wert in nur zwölf Jahren verdreifacht? Weil es sich bei diesem Exemplar nicht um einen Enzo „aus der Serie“ handelt. Aus der Sammlung von Phil Bachman (die insgesamt 46 Ferraris umfasst) stammt ein Fahrzeug mit zahlreichen Individualisierungen – direkt in Maranello vorgenommen, von denen einige ebenso selten wie besonders sind: Seitenschweller und Heckdiffusor in Wagenfarbe, spezielle Sitze und vieles mehr. Zudem ist der Wagen praktisch neuwertig – nicht nur optisch. Er hat erst etwas über 1000 km auf dem Tacho.

GTO zu einem „guten Preis“

Der rekordverdächtige Enzo war nur einer der Ferraris aus Bachmans Sammlung, die versteigert wurden. Auch andere Supersportwagen aus Maranello kamen unter den Hammer: der 288 GTO, der F40, der F50 und der LaFerrari. Sie alle erzielten Rekordpreise. Eine kleine Enttäuschung (auch wenn es seltsam klingt) war die Versteigerung eines Ferrari 250 GTO von 1962. Dieses Modell stammte aus einer ähnlichen Zeit wie der GTO, der 2023 für 51,7 Millionen Dollar versteigert wurde. In Kissimmee endete die Auktion bei 38.500.000 Millionen Dollar. Ein Schnäppchenpreis für eines der schönsten jemals gebauten Autos.

Weitere ähnliche Geschichten

WIR EMPFEHLEN