BMW widersetzt sich dem Trend der Modelleinstellungen seiner Konkurrenten, indem das Unternehmen die Entwicklung einer neuen Coupé-Generation und die Fortführung der Acht- und Zwölfzylinder-Antriebe bestätigt hat.
Trotz des schrumpfenden Coupé-Marktes gibt BMW nicht auf und bereitet bereits die dritte Generation der 4er-Reihe vor. Das neue Modell wird dank gemeinsamer Entwicklung mit der kommenden 3er-Reihe und dem X3 kostengünstiger sein, wodurch die Marke dieses Segment behaupten kann. Käufer werden voraussichtlich zwischen zwei verschiedenen Plattformen wählen können: Die Benzinmodelle basieren auf der bewährten CLAR-Architektur, während die Elektroversion die fortschrittliche Neue-Klasse-Plattform nutzt.

Fans des Benzinduftes dürfen sich freuen: Joachim Post, Entwicklungschef der Münchner Marke, verkündet, dass große Motoren vor dem Aussterben bewahrt bleiben. Er bestätigte, dass V8- und sogar V12-Motoren (für Rolls-Royce) mit geringfügigen Optimierungen der Abgasanlage die strengen Euro-7-Normen erfüllen. Der legendäre 3,0-Liter-Reihensechszylinder im M4 wird mit Mild-Hybrid-Technologie ausgestattet, während die Elektroversion mit einem 108-kWh-Akkupack und einer Reichweite von über 800 Kilometern pro Ladung aufwarten soll.
BMWs Vorgehen steht im deutlichen Gegensatz zur Strategie der Konkurrenz: Audi hat das A5 Coupé eingestellt und Mercedes-Benz hat die C- und E-Klasse zum CLE zusammengeführt. Durch die Beibehaltung hoher Synergien zwischen den Modellen und ein Angebot mit sowohl leistungsstarken Benzinmotoren als auch Elektroantrieben wollen die Bayern die Marktlücke nutzen und zum Marktführer im Segment der Sportcoupés aufsteigen.
