Caselani verwandelt den Piaggio Porter in einen vierrädrigen Affen.

Seit 1992 gibt es ein kompaktes Lieferfahrzeug, dessen Aufbau individuell angepasst werden kann. Der Piaggio Porter ist in Längen von 4,20 bis 5,00 Metern und mit Benzin-, LPG- oder Elektroantrieb erhältlich. Seine Abmessungen und Wendigkeit machen ihn ideal für die Stadt – beispielsweise als Imbisswagen.

Piaggio, sagen Sie vielleicht? Die Marke kenne ich! Genau, das sind die Erfinder des legendären Ape: dreirädrige Kabinenroller mit individuellem Lieferaufbau, die noch immer in großer Zahl durch die engen Straßen einiger italienischer Großstädte fahren. Der Piaggio Porter soll seine Rolle vor Ort übernehmen und ist im besten Fall emissionsfrei, sieht aber aus wie ein wenig attraktives Nutzfahrzeug. Caselani sah das genauso und verpasste dem Transporter den vierrädrigen Ape-Retro-Stil.

Der italienische Karosseriebauer hat sein neues 4PE-Retro-Kit für den Piaggio Porter NP6 und NPE vorgestellt. Der Umbau umfasst Kotflügel, Kotflügel vorn, Kühlergrill und Scheinwerfer. In der 4PE-Ausstattung ähneln die Transporter dem typischen Vintage-Look des Taxiscooters verblüffend.

Besonders hervorzuheben sind die kleinen Scheinwerfer mit integrierten Blinkern an den Seiten. Das kleine Logo in der Mitte erinnert an die spitze Nase des legendären italienischen Autos, während der horizontale Kühlergrill leicht nach vorn ragt und so das einst mittig angeordnete Rad der Ape „P“-Serie imitiert. Designer David Obendorfer hat sich bei diesem Modell sichtlich ausgetobt.

Das Erscheinungsbild der 70er-Jahre verbindet sich somit mit den Fahreigenschaften eines modernen Nutzfahrzeugs. Die vier Räder verleihen dem neuen Fahrzeug zudem eine bessere Fahrstabilität als die drei Räder der Anfangszeit. Wir erinnern uns wohl alle noch an seine dynamischen Kurvenfahrten. Der Caselani 4PE ist der „große Bruder“ des historischen Ape mit einem zusätzlichen Rad.

Das 4PE-Kit umfasst Karosserieteile aus Fiberglas, Beleuchtungssysteme von Hella und Giantlight sowie alle notwendigen Montageteile. Der Umbau erfolgt im Caselani-Werk in Norditalien oder kann von einer externen Karosseriewerkstatt durchgeführt werden.

Der unlackierte Bausatz ist in der Preisliste für 4.600 Euro zzgl. MwSt. aufgeführt. Der lackierte Bausatz kostet 5.400 Euro und der fertig montierte Bausatz 5.800 Euro (alle Preise verstehen sich ohne MwSt.). Interessant für deutsche Fans deutscher Kleinwagen: Die Lieferung aus Italien kostet 1,50 Euro pro Kilometer. Die vollelektrische Basisversion des Piaggio Porter 4PE kostet mindestens 26.300 Euro zzgl. MwSt.

Caselani hat Erfahrung mit Retro-Looks. Sie bieten auch ein Kit für den Citroën Ami an, das mit seiner geschwungenen Form und dem massiven Kühlergrill an den legendären HY-Transporter erinnert. Das Retro-Ape-Kit passt sicherlich gut zu Imbisswagen oder stylischen Lieferwagen. Selbst für Marketingzwecke ist der 70er-Jahre-Look wahrscheinlich attraktiver als das funktionale Original.

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