Geheimes Projekt: VW verbaute einst einen W16-Motor im Diablo.

Kürzlich durchgesickerte Fotos zeigen einen Prototyp auf Basis des Lamborghini Diablo SV, der zur Entwicklung des legendären Bugatti Veyron diente.

Der verstorbene Ferdinand Piëch war bekannt für seine kompromisslose Herangehensweise und seine kostspieligen Ingenieursprojekte, wie den Passat W8 und den Phaeton W12, und sogar den V12-Diesel im Audi R8. Der Höhepunkt dieser Zeit war zweifellos der Motor, der später die Marke Bugatti prägen sollte. Obwohl Bugatti auf der IAA 1999 in Frankfurt zunächst ein Konzept mit einem 18-Zylinder-Motor präsentierte, entschied man sich letztendlich für einen „vernünftigeren“ 8,0-Liter-W16 mit vier Turboladern anstelle eines Saugmotors.

Bevor Volkswagen überhaupt mit dem Bau von Prototypen für den Veyron beginnen konnte, benötigte das Unternehmen ein bereits existierendes Fahrzeug, um den gewaltigen Motor zu testen. Nachdem sie 1998 die Rechte an der Marke Lamborghini erworben hatten, nahmen sie einen umgelabelten Diablo SV, entfernten den originalen V12 und bauten einen experimentellen W16 ein. Fotos des Autostadt-Museums zeigen das unfertige Fahrzeug mit zusätzlichen Lufteinlässen am Heck für die dringend benötigte Kühlung, wodurch der Wagen den Look eines Rennwagens aus den letzten Stunden von Le Mans erhält.

Obwohl der W16-Motor nur in Serienmodellen von Bugatti zum Einsatz kam, wurde er auch in der Konzeptphase des Bentley Hunaudières (1999) und des Audi Rosemeyer (2000) verwendet. Der Bugatti Mistral markiert das Ende der W16-Motorengeschichte, da er im Tourbillon durch einen Hybrid-V16 ersetzt wird. Während Bentley die Produktion des W12-Motors mit dem Batur einstellte, führt Lamborghini seine Zwölfzylinder-Tradition mit dem neuen Revuelta fort.

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