Bernd Mayländer gibt seit über 25 Jahren das Tempo vor, wenn es in der Formel 1 ruhiger zugeht. Der Safety-Car-Fahrer spricht vor seinem 500. Rennen in der Königsklasse über seinen besonderen Beruf.
Wenn in der Formel 1 das Safety-Car zum Einsatz kommt, sitzt Bernd Mayländer am Steuer: Seit über 25 Jahren ist er offizieller Safety-Car-Fahrer in der Königsklasse und wird beim Saisonauftakt in Melbourne seinen 500. Einsatz absolvieren. Über seine Aufgabe sagt er: „Um diesen Job so viele Jahre lang machen zu können, braucht man gewisse Qualitäten. Man kann nicht erwarten, als Safety-Car-Fahrer ein Rennen zu gewinnen, obwohl man als Fahrer jedes Rennen anführt.“

„Es ist außerdem entscheidend, die Anweisungen der Rennleitung genau zu befolgen, im ständigen Austausch mit ihr zu stehen und genau zu wissen, welche Informationen erwartet werden und wie diese zu vermitteln sind“, sagt der Deutsche, der einst in der DTM, der FIA GT-Meisterschaft und dem Porsche Supercup fuhr und heute auch Markenbotschafter von Mercedes ist. Der deutsche Automobilhersteller feiert in diesem Jahr das 30-jährige Jubiläum seiner Zusammenarbeit mit der Formel 1 im Bereich der Safety-Cars.
„Als Safety-Car-Fahrer ist man Teil der FIA, was natürlich etwas Besonderes ist. Und schließlich muss die Begeisterung für den Motorsport über all die Jahre hinweg absolut vorhanden und aufrechterhalten sein. Man muss die DNA des Rennsports verstehen und sich bewusst sein, dass man für die sichere Durchführung des Rennens und die anschließende ordnungsgemäße Übergabe an die Rennleitung verantwortlich ist“, fährt Mayländer fort.




Der 54-Jährige sagt, er werde ständig gefragt, wie lange er noch weitermachen wolle. Seine Antwort: „Natürlich lässt sich das nicht vorhersagen, aber ich peile 600 Rennen an, vielleicht 700, 750 wären aber eine großartige Zahl. Dafür muss ich natürlich in Topform bleiben, denn eine Saison mit 24 Rennen ist sehr kräftezehrend. Aber solange mir meine Arbeit so viel Freude bereitet und ich gemeinsam mit Mercedes-AMG und der FIA dieses Niveau halten kann, wird es definitiv noch weitere Rennen geben.“
