Der Nachfolger von Panamera und Taycan wird im Singular sein.

Aufgrund des rückläufigen Absatzes von Elektrofahrzeugen und der hohen Entwicklungskosten erwägt Zuffenhausen ernsthaft, seine beiden Luxuslimousinen zu einer einzigen Modellreihe zusammenzulegen.

Aufgrund einer kürzlich erfolgten Wertberichtigung von 1,8 Milliarden Euro und der sinkenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen im Stuttgarter Umland erwägt Porsche angeblich ernsthaft, die Modelle Panamera und Taycan zu einem einzigen Modell zusammenzulegen. Die Zahlen sprechen für sich: Im vergangenen Jahr dominierte der Panamera mit 27.701 verkauften Einheiten den Markt, während die Nachfrage nach dem elektrischen Taycan auf lediglich 16.339 Fahrzeuge zurückging. Durch die Zusammenlegung der beiden Modellreihen könnte Porsche die Entwicklungskosten drastisch senken und gleichzeitig seine Position im Segment der leistungsstarken Luxusfahrzeuge behaupten.

Die neue Strategie soll an den Erfolg von Macan und Cayenne anknüpfen. Konkret bedeutet dies ein ähnliches Außendesign, aber völlig unterschiedliche Plattformen unter der Motorhaube. Die Verbrenner- und Plug-in-Hybridversionen basieren auf der PPC-Architektur, während die vollelektrischen Varianten die fortschrittlichere und eigens dafür entwickelte SSP-Sport-Plattform nutzen. Dieser zweigleisige Entwicklungsansatz ermöglicht es Kunden, unter demselben Modellnamen zwischen dem klassischen Benzinklang und dem leisen Elektroantrieb zu wählen.

Optisch müssen sich die beiden Welten annähern, da sich die aktuellen Modelle in Größe und Form unterscheiden – der Panamera ist 89 mm länger und 44 mm höher als der hoch aerodynamische Taycan. Der Nachfolger, der voraussichtlich erst gegen Ende des Jahrzehnts auf den Markt kommt, muss einen Mittelweg zwischen elegantem Raumangebot und einer niedrigen, sportlichen Silhouette finden. Unabhängig davon, welche Marke letztendlich aus dieser Fusion hervorgeht, ist die Kernbotschaft klar: Porsche verabschiedet sich von der Vision einer vollelektrischen Zukunft und konzentriert sich stattdessen auf ein flexibles Angebot mit verschiedenen Antriebsarten.

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