Freelander 8: Keine Begnadigung

Nur wenige Wochen nachdem die Studie 97 in China für Furore gesorgt hatte, ist nun die Serienversion bereit, im Rampenlicht zu stehen.

Der Freelander 8, das erste Produkt aus der Zusammenarbeit von Jaguar Land Rover (JLR) und Chery, feierte seine Premiere auf der Beijing Auto Show 2026. Doch Vorsicht: Der bekannte Name kehrt nicht nur als Land Rover-Modell zurück, sondern auch als eigenständige Marke mit Fokus auf Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Das bedeutet, dass unter diesem Namen ausschließlich Plug-in-Hybride, reine Elektrofahrzeuge und Modelle mit Reichweitenverlängerer angeboten werden.

Der Freelander 8 basiert auf einer flexiblen Plattform, die alle genannten Antriebsarten ermöglicht, und präsentiert sich in einer kastenförmigen Karosserie mit deutlichen Anspielungen auf das Original. Die auffälligste Hommage an die erste Generation aus den späten Neunzigern ist die C-Säule mit dreieckiger Scheibe, während die kantigen Scheinwerfer geschickt auf die Wurzeln des Vorgängermodells verweisen. Mit einer Länge von 5,1 Metern ist er ein imposantes SUV, das sich von den Abmessungen her genau zwischen Defender 110 und 130 einordnet. Einzig das Fehlen eines Reserverads am Heck ist etwas enttäuschend, da dieses die Offroad-DNA der Muttermarke unterstreichen würde.

Das Exterieur offenbart moderne technologische Prioritäten: Der geschlossene Kühlergrill mit dem geprägten Freelander-Schriftzug beherbergt den LiDAR-Sensor, der in China für fortschrittliche Assistenzsysteme mittlerweile Standard ist. Interessanterweise fehlen dem Serienmodell im Vergleich zur Studie die vollständig flächenbündig abschließenden Türgriffe. Aufgrund neuer Sicherheitsbestimmungen in China mussten diese durch ein halbgeschlossenes System ersetzt werden, ähnlich wie bei BMWs iX3- und i3-Modellen. Auch die gegenläufig öffnenden Türen der Studie wurden (erwartungsgemäß) durch klassische Türen mit B-Säule ersetzt.

Unter der Karosserie des Freelander 8 verbergen sich drei Sitzreihen und leistungsstarke CATL-Batterien mit Unterstützung für ultraschnelles Laden mit bis zu 350 kW. Luftfederung und eine elektronische Hinterachssperre sorgen für Komfort und souveräne Geländegängigkeit. Obwohl die Produktion in China stattfindet, beschränkt sich die Marke nicht auf den lokalen Markt, sondern plant auch den Vertrieb in Europa und anderen Regionen. Dies ist erst das erste von sechs Modellen, die in den nächsten fünf Jahren auf den Markt kommen sollen – und dem aktuellen Trend folgend, werden alle SUVs sein.

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