Ferrari 12-Zylinder aus einem eher ungewöhnlichen Grund zurückgerufen

Bei Rückrufaktionen in der Automobilwelt geht es üblicherweise um kritische Probleme wie Bremsversagen, Airbag-Defekte oder sogar Motorprobleme, doch diesmal befand sich Ferrari in einer weitaus ungewöhnlicheren Lage.

Maranello musste 80 Exemplare seines neuen Modells 12Cilindri zurückrufen, da deren Scheiben zu dunkel waren. Das Problem wurde am 16. März 2026 bei einer Auslieferungsinspektion entdeckt. Dabei stellte man fest, dass die schwarzen Heck- und Seitenscheiben nicht den US-amerikanischen Sicherheitsstandards für Kraftfahrzeuge entsprachen.

Laut bei der US-amerikanischen NHTSA eingereichten Unterlagen erfüllen die Scheiben der betroffenen Zwölfzylindermotoren nicht die vorgeschriebene Lichtdurchlässigkeit von 70 %. Die FMVSS-Vorschrift Nr. 205 ist eindeutig: Das Glas muss dem Fahrer ausreichende Sicht nach außen ermöglichen, andernfalls steigt das Unfallrisiko erheblich. Ferrari erklärte, der Fehler sei auf ein internes Versäumnis bei der Festlegung der technischen Spezifikationen für den US-Markt zurückzuführen, wo die Vorschriften zur Tönung deutlich strenger sind als die italienischen Designvorgaben.

Die Lösung für dieses ästhetische und sicherheitstechnische Problem ist glücklicherweise recht einfach. Ferrari wird die problematischen Teile an allen betroffenen Fahrzeugen kostenlos durch neues Glas ersetzen, das allen gesetzlichen Standards entspricht. Alle bekannten Besitzer werden bis zum 15. Mai informiert und müssen sich dann an einen autorisierten Ferrari-Händler wenden. Der italienische Hersteller hat außerdem zugesagt, die Kosten für diejenigen wenigen zu erstatten, die das Glas vor der offiziellen Rückrufbenachrichtigung selbst ausgetauscht haben.

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