Der neu gestaltete VW ID.3 Neo: Die Rückkehr der Knöpfe und die Weiterentwicklung des Elektroantriebs

Der neu gestaltete Volkswagen ID.3, der den Namen Neo erhalten hat, bietet umfangreiche technologische Verbesserungen, führt klassische Knöpfe wieder ein und aktualisiert die Motorenpalette mit drei Batteriegrößen.

Volkswagen hat offiziell die umfassende Überarbeitung seines Elektromodells für das Modelljahr 2026 vorgestellt: den neuen ID.3 Neo. Obwohl das Fahrzeug noch nicht den legendären Namen ID.Golf tragen wird, da dieser erst gegen Ende des Jahrzehnts wieder verwendet wird, stellt der neue Neo eine deutlich verbesserte Zwischenstufe des Golf-Vorgängers auf der MEB+-Plattform dar. Die größte und erfreulichste Änderung findet sich im Innenraum. Volkswagen hat auf langjährige Kritikpunkte der Kunden reagiert und die störenden Schieberegler an Lenkrad und Mittelkonsole durch griffige, klassische Tasten ersetzt. Für ein noch besseres Nutzererlebnis sorgt das neue Infotainmentsystem Innovision mit 12,9-Zoll-Bildschirm und der verbesserte Travel Assist, der nun eine optimierte Ampelerkennung und die volle Ein-Pedal-Fahrfunktion bis zum vollständigen Stillstand des Fahrzeugs bietet.

Das Fahrzeug behält in der überarbeiteten Version den Hinterradantrieb bei, verspricht aber einen optimierten Energieverbrauch von rund 15,0 kWh/100 km bei ruhiger Fahrweise. Kunden können zwischen drei verschiedenen Batteriekapazitäten wählen: der Basisversion mit 50 kWh, der neuen LFP-Batterie mit 58 kWh und der größten mit 79 kWh Nettokapazität. Die Kapazitäten sind direkt mit der Batteriewahl verknüpft, sodass die neuen Elektromotoren Leistungen von 125 kW (170 PS), 140 kW (190 PS) oder 170 kW (231 PS) bieten. In den leistungsstärksten Versionen stehen dem Fahrer beeindruckende 545 Nm Drehmoment zur Verfügung, und die Höchstgeschwindigkeit ist in den meisten Versionen elektronisch auf 160 km/h begrenzt, was für den heutigen Straßenverkehr völlig ausreichend ist.

Die Einstiegsversion mit einer 50-kWh-Batterie und einem 125 kW (170 PS) starken Elektromotor bietet eine Reichweite von bis zu 417 Kilometern mit einer einzigen Ladung. Die mittlere Variante mit einer 58-kWh-Batterie und einem stärkeren 140-kW-Antrieb (190 PS) ermöglicht eine Reichweite von bis zu 494 Kilometern. Für Nutzer mit besonders hohem Mobilitätsbedarf ist die größte Batterie mit 79 kWh erhältlich, die eine maximale Reichweite von bis zu 630 Kilometern ermöglicht.

Die kleineren Batterien des überarbeiteten Modells werden an Gleichstrom-Schnellladegeräten mit einer maximalen Leistung von 105 kW geladen. Obwohl dieser Spitzenwert etwas niedriger ist als bei den Vorgängerversionen APP310 mit bis zu 120 kW, versprechen die Volkswagen-Ingenieure eine deutlich gleichmäßigere und optimierte Ladekurve, die länger auf hohem Niveau bleibt. Deutlich überzeugender an Ladestationen ist die leistungsstärkste Version mit 79 kWh Batteriekapazität und einer Ladeleistung von bis zu 183 kW. Unabhängig von der gewählten Batteriegröße gibt der Hersteller eine Ladezeit von 26 bis 29 Minuten für den Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent an.

Doch damit nicht genug: Der ID.3 Neo lässt sich jetzt auch per Smartphone mit einem digitalen Schlüssel entriegeln und starten und verfügt über eine praktische bidirektionale Ladefunktion (V2L), mit der die Fahrzeugbatterie externe elektrische Geräte mit Strom versorgen kann. Bestellungen und erste Auslieferungen des überarbeiteten Modells werden für diesen Sommer erwartet. Die offiziellen Preislisten stehen zwar noch nicht endgültig fest, es wird jedoch davon ausgegangen, dass der Preis für das Einstiegsmodell bei rund 36 Euro beginnt, während die Topversionen mit der größten Reichweite über 45 Euro kosten werden.

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