Der britische Sportwagenhersteller ist erneut in einen Rechtsstreit um sein Logo mit dem chinesischen Unternehmen Geely verwickelt, das ebenfalls einen Anteil von 17 % an der Marke besitzt.
Der britische Luxusautohersteller Aston Martin hat ein neues Gerichtsverfahren gegen den chinesischen Konzern Zhejiang Geely eingeleitet. Im Mittelpunkt des Streits steht ein neues Logo, das Geely für seine Tochtergesellschaft London EV Company, den Hersteller der legendären Londoner Taxis, entworfen hat. Das neue Logo zeigt einen Pferdekopf mit Flügeln, und Aston Martin argumentiert, dass das Design dem fast hundert Jahre alten Markenzeichen zu ähnlich sei und Verwechslungen bei den Kunden hervorrufen könne.


Der Rechtsstreit begann bereits 2022, als Geely versuchte, das Logo in Großbritannien eintragen zu lassen. Das britische Amt für geistiges Eigentum (IPO) wies Aston Martins Einspruch 2023 mit der Begründung zurück, Kunden würden wohl kaum ein elektrisches Taxi gegen einen Luxus-Sportwagen tauschen. Zudem wies es darauf hin, dass andere Marken wie Bentley und Mini das geflügelte Logo schon seit vielen Jahren verwendeten. Aston Martin verlor den Prozess und musste dem chinesischen Unternehmen rund 2.600 Euro Anwaltskosten zahlen.
Das Merkwürdige an der ganzen Sache ist, dass der chinesische Mischkonzern Geely ein Jahr später für rund 275 Millionen Euro einen Anteil von 17 % an Aston Martin erwarb und damit zu einem der größten Anteilseigner wurde. Trotz dieser engen Geschäftsbeziehung hat Aston Martin nun beim britischen Berufungsgericht Berufung eingelegt, um die Verwendung der neuen Logos erneut zu verhindern. Der Schutz geistigen Eigentums habe für das Unternehmen oberste Priorität. Geely spielt die Angelegenheit herunter und behauptet, es handele sich um eine rein routinemäßige Auseinandersetzung. Man sei weiterhin bestrebt, die professionelle Beziehung zur britischen Marke aufrechtzuerhalten.
