Der Ford Motor mit dem blauen Oval wirbelte erneut Staub auf und stellte nach einer Reihe von Streckenrekorden einen neuen Meilenstein in einer der amerikanischsten Disziplinen auf – dem Flachrennsport.
Fords elektrischer Dragster hat mit einer Rekordzeit von 6,87 Sekunden die Viertelmeile zurückgelegt und dabei eine atemberaubende Höchstgeschwindigkeit von 356 km/h (402 mph) erreicht. Der neue Mustang Cobra Jet 2200 ist damit offiziell das schnellste Elektrofahrzeug seiner Klasse und beweist, dass die Zukunft des Drag Racing weit mehr als nur Benzinabgase beinhaltet.
Das neue Modell baut auf den Erfahrungen seines Vorgängers, des Cobra Jet 1800, auf, bringt aber eine entscheidende Änderung mit sich: Anstelle von vier schweren Verbrennungsmotoren kommen nun nur noch zwei Elektromotoren zum Einsatz. Trotz der geringeren Anzahl an Komponenten wurde die Gesamtleistung von 1.800 auf unglaubliche 2.200 PS (ca. 1.640 kW) gesteigert. Das Fahrzeug ist nun leichter, die Ladezeit kürzer (falls das für jemanden relevant ist) und auch die Sicherheit wurde verbessert. Der Cobra Jet 2200 verfügt über ein eingebautes pyrotechnisches Notabschaltsystem: Eine kleine Sprengladung, die vom Fahrer oder Team an der Rennstrecke gezündet werden kann, unterbricht die Hauptstromversorgung sofort und vollständig.
Das Faszinierendste an dieser Technologie ist jedoch der Antriebsstrang. Anders als die meisten Elektrofahrzeuge nutzt dieser Mustang ein Mehrganggetriebe und eine Fliehkraftkupplung. Diese Kombination ermöglicht es dem Fahrer, das Drehmoment beim Start, wenn die Traktion entscheidend ist, mit chirurgischer Präzision zu steuern. Sobald das Fahrzeug auf der Rennstrecke ist, schaltet das System auf Direktantrieb um und beschleunigt unerbittlich bis zur Ziellinie. Ford setzt damit ein klares Zeichen: Die Sportabteilungen ziehen sich nicht von der Rennstrecke zurück, sondern rüsten lediglich auf einen noch leistungsstärkeren Antriebsstrang um.








