Ferrari Luce: Nur ein größerer Nissan Leaf?

Soll DAS etwa ein Ferrari sein? Die Markteinführung des vollelektrischen Luce-Modells hat online zahlreiche Diskussionen ausgelöst, darunter hitzige Kritik und vor allem Spott und Abscheu.

Die Ferrari-Aktien fielen zunächst um acht Prozent. Das Design des Viertürers stößt auf Kritik. Viele Beobachter meinen, es sei zu wenig Ferrari und zu viel China-Flair. Oder zu viel Belanglosigkeit, die trotz des 1.050 PS starken Motors kaum Emotionen weckt.

Manche dachten beim Anblick des leuchtend blauen Luce sogar an den aktuellen Nissan Leaf. Das mag an der ähnlichen Farbe der beiden Elektroautos liegen. Rein formal betrachtet lassen sich gewisse Ähnlichkeiten jedoch nicht leugnen. Der tatsächliche Eindruck wäre vermutlich ein anderer, wenn man das Auto persönlich sähe.

Und natürlich ist der Luce gut 70 Zentimeter länger als der 4,35 Meter lange Leaf. Der Ferrari unterscheidet sich daher in seinen Proportionen gemäß dem Motto „Länge ist ein Vorteil“, da er vorne und hinten ausgeprägtere Überhänge aufweist. Besonders die gewölbte Dachlinie zeigt jedoch Ähnlichkeiten. Und nicht nur mit dem Nissan. Auch der neue Alpine A390 (4,61 Meter) kam einem spontan in den Sinn. Urteilen Sie selbst:

Das ist vielleicht das Hauptproblem des Luce-Modells. Natürlich haben die Designer viel Zeit und Mühe investiert, das wollen wir nicht unterschätzen. Dennoch ist das Ergebnis nicht eindeutig als Ferrari erkennbar. Ein bisschen China hier, ein bisschen Tesla-Robotaxi dort und dann, wie bereits erwähnt, der Nissan Leaf und der Audi A390. Nur dass die beiden letztgenannten Modelle deutlich günstiger sind als der Luce, der rund 550.000 Euro kostet.

Man darf nicht vergessen: Ferrari-Besitzer wollen mit diesem Auto angeben. Sie sammeln auch gerne Ferraris, bis hin zu speziellen, individuell angefertigten Modellen. Ob sie den Luce beiseite stellen werden, ist noch unklar.

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