Hoffen wir, dass Mansory uns verzeiht, dass wir ihr neuestes Werk als schockierend bezeichnet haben. Dem Luxusautohersteller dürfte das egal sein, da er auf der Luxusgütermesse Top Marques in Monaco vermutlich bereits einige Exemplare seines neuen Rolls-Royce Cullinan „Emperor Signature“ verkauft hat.
„Der Mansory Emperor zählt in seinen aktuellen Ausführungen zu den wichtigsten und prestigeträchtigsten Modellen im umfangreichen Produktportfolio der Marke Mansory auf den wichtigsten Märkten der Welt für Luxus-SUVs“, verkündeten die unternehmungslustigen Deutschen.






Wem der aktuelle Emperor (slowenisch: Imperator) noch nicht autoritär genug erscheint, kann sich nun für dieses extravagante Fahrzeug entscheiden. Der „Signature“ ist eine erweiterte Version des Emperor-Modells und basiert auf dem Cullinan Black Badge, also der sportlichsten Version ab Werk.
Seit der Neugestaltung des Cullinan im letzten Jahr hat Mansory auch seine bestehende Rolls-Royce-SUV-Palette komplett überarbeitet. Für die neue, breiterspurige Version wurde … nun ja, fast alles verändert. Das Ergebnis ist ein Cullinan, der in seiner charakteristischen Exzentrik wohl seinesgleichen sucht.
Wohin man auch blickt, sieht man Wölbungen, Lufteinlässe, Carbonfaserteile oder Leuchtelemente (zum Beispiel am beleuchteten Kühlergrill). Im Vergleich zum „normalen“ Emperor-Modell sind die Kotflügel und vier Türen der Signature-Version verlängert. Sämtliche Anbauteile sind aus Carbonfaser gefertigt und können zudem lackiert werden.





Der Innenraum dieses umgebauten Rolls-Royce ist deutlich schlichter als bei vielen früheren Projekten des Tuners. Man geht davon aus, dass Rolls-Royce im Werk nicht die minderwertigsten Tierhäute verwendet, aber Mansory polstert die Cullinan-Modelle im Grunde komplett mit Leder neu. Der Kunde kann zudem alle anderen Oberflächen selbst auswählen. Die Auswahl dürfte riesig sein. Hinzu kommen die unterschiedlichen Beleuchtungen in der Decke und den Türverkleidungen.
Unter der umfassend modifizierten Karosserie drehen sich Mansorys eigene 24-Zoll-Schmiedefelgen aus Aluminium mit Carbonfelgen. Die Reifendimensionierung beträgt rundum 295/30R24. Der 6,75-Liter-Biturbo-V12 leistet dank der eigens entwickelten „Power-Box“ und einer Sportabgasanlage mit Klappen (wahlweise mit zwei mittigen oder vier seitlichen Endrohren) 720 PS und 1.050 Nm maximales Drehmoment. Serienmäßig leistet das Black Badge-Modell 600 PS und 950 Nm. Mansory verspricht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,8 Sekunden und eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.
