Mit dem GT Hypercar (interne Bezeichnung P39) hat die RML Group ein komplett überarbeitetes Fahrzeug auf Basis des Porsche 911 vorgestellt. Die technische Basis bildet die 992er Generation des Porsche 911 Turbo S, dessen Plattform, Antriebsarchitektur und Grunddesign als Ausgangspunkt für das Projekt dienten.
Auf dieser Grundlage wurde ein komplett neu gestaltetes Fahrzeugkonzept entwickelt, das sowohl für den Straßenverkehr als auch für sportliches Fahren geeignet ist. Am 25. April präsentierte die RML Group auf der Veranstaltung „Air / Water“ in Costa Mesa, Kalifornien, eine weitere einzigartige Version des GT Hypercars. Das Fahrzeug ist vom amerikanischen Rennfahrer Graham Rahal inspiriert und eine individuell konfigurierte Version des P39-Konzepts.

Dieses 4,70 Meter lange Konzeptfahrzeug ist sowohl im Design als auch in der Technologie von der GT1-Ära der 90er-Jahre inspiriert. Diese Inspiration spiegelt sich im aerodynamischen Design, den dynamischen Fahrwerkseinstellungen und der funktionalen Gestaltung des gesamten Fahrzeugs wider. Ziel ist es, hohe Leistung mit praktischer Alltagstauglichkeit zu vereinen.
Die Karosserie basiert weiterhin auf der 911-Architektur, und die Porsche-Gene sind sowohl an der Front als auch am Heck deutlich erkennbar. Sie wurde jedoch in nahezu allen wichtigen Bereichen modifiziert. Dazu gehören die komplett aus Kohlefaser gefertigte Außenverkleidung, die optimierte Aerodynamik sowie Anpassungen am Fahrwerk und Antriebssystem. Sichtbare Carbon-Elemente sind unter anderem in die Lufteinlässe, Stoßfänger und den Heckspoiler integriert. Das präsentierte Fahrzeug ist in einem kräftigen Orange lackiert, ergänzt durch dunkle Felgen und farblich abgestimmte Bremssättel.




Die technische Entwicklung konzentriert sich auf einen umfassend modifizierten 3,8-Liter-Boxermotor mit Biturboaufladung. Je nach Fahrmodus reicht die Leistung von rund 600 PS im „Wet“-Modus über rund 750 PS im Normalmodus bis hin zu 912 PS im Sport- oder Rennmodus. Das maximale Drehmoment beträgt bis zu 1.000 Nm bei 4.500 U/min und soll bei 3.000 U/min über 800 Nm liegen. Die Kraftübertragung erfolgt über ein 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe in Verbindung mit einem serienmäßigen und angepassten Allradantrieb.
Zusätzlich kommen an Front und Heck des Fahrzeugs aktive Aerodynamiksysteme zum Einsatz. Verschiedene Fahrmodi ermöglichen unterschiedliche Leistungs- und Fahreigenschaften. Die Abgasanlage besteht aus Inconel und ist für die thermische Belastung im Hochleistungsbetrieb ausgelegt.




Die Fahrdynamik wird durch ein flexibles Setup bestimmt, das verschiedene Charakteristiken ermöglicht. Neben den Betriebsmodi stehen auch diverse Aerodynamik- und Fahrwerkskonfigurationen zur Verfügung. Dazu gehören eine hydraulisch verstellbare Fahrwerkshöhe, einstellbare Dämpfereinstellungen und ein aktives Aerodynamiksystem. Dieses umfasst einen verstellbaren Heckspoiler, einen verstellbaren Frontsplitter und einen vom Fahrer aktivierbaren DRS-Modus (Drag Reduction System).
In der Rennstreckenkonfiguration wird ein deutlich höherer Abtrieb erzielt, der laut Herstellerangaben wesentlich höher ist als der Wert des Serien-911 Turbo S. Berichten zufolge ist eine Zeit von 6:45 Minuten auf der Nordschleife des Nürburgrings möglich.





Der Innenraum folgt einem funktionalen Konzept mit klarem Fokus auf den Fahrer. Leder- und Alcantara-Oberflächen in Grau-, Orange- und Schwarztönen prägen das Interieur. Der integrierte, aus Stahl gefertigte Halb-Überrollkäfig unterstreicht den sportlichen Charakter des Fahrzeugs. Die Gestaltung des Innenraums ermöglicht eine einfache Bedienung und ein direktes Fahrerlebnis.
Das Fahrzeug ist Teil des individualisierten Produktionsansatzes der RML Group, bei dem die technischen Basisfahrzeuge des Porsche 911 durch umfangreiche Entwicklungsmaßnahmen zu eigenständigen Hochleistungsfahrzeugen transformiert werden. Insgesamt sind 39 Fahrzeuge geplant. Die Zusammenarbeit mit Graham Rahal und seinem Umfeld bildete den gestalterischen Ausgangspunkt für diese Sonderversion.
