Der Umstieg auf Teilelektrifizierung hat dem Lamborghini Urus offensichtlich nicht geschadet. Lamborghini verzeichnete 2025 ein weiteres Rekordjahr, und der Urus bleibt das meistverkaufte Modell der Produktpalette, selbst in der SE-Version.
Was sich ebenfalls nicht geändert hat: Der Urus ist nach wie vor ein beliebtes Modell unter Luxusautoherstellern. Angesichts der zahlreichen Modifikationen muss man sich etwas einfallen lassen, um aufzufallen. So wie Larte Design jetzt. „Mein Gott, was ist denn hier passiert?“, denkt man unwillkürlich beim Anblick des SUVs der Marke mit dem Stier, der die radikalste Modifikation erfahren hat. Die sogenannte „Largenda“ aus der Werkstatt in Erkrath besticht vor allem durch ihre Materialien und die ungewöhnliche Farbkombination.

Das Herzstück der Überarbeitung bilden insgesamt 18 neu entwickelte Bauteile, die allesamt aus sogenanntem „Trockencarbon“ gefertigt sind. Das Besondere daran: Die Zweifarbigkeit – beim Showcar eine Kombination aus Korallenrot und Schwarz – wird nicht nachträglich lackiert. Die Farbpigmente werden bereits beim Laminierprozess, also beim Aufbringen der Carbonfaserschichten, in das Material eingearbeitet, bevor das Bauteil im Autoklaven unter Hitze und Druck gehärtet wird. Dadurch sind die Farbübergänge und -strukturen UV- und hitzebeständig und direkt in das Material integriert.
Das Kit umfasst eine komplett neue Frontpartie mit Splitter und modularen Einsätzen, verlängerten Seitenschwellern und einem massiven Heckdiffusor. Die Motorhaube wurde durch eine aus Kohlefaser ersetzt. Laut Larte wurde das Design speziell auf die Linienführung der Hybridplattform des Urus SE abgestimmt und ist keine bloße Neuauflage älterer Kits für den Urus.






Wichtige Information für alle, die sich Sorgen um die Werksgarantie oder die technische Integrität machen: Larte betont, dass alle 18 Komponenten an den originalen Befestigungspunkten montiert werden. Kein Bohren, kein Schneiden – die strukturelle Integrität des Urus bleibt erhalten. Dies ist wichtig für die Sensoren des Hybridantriebs sowie die Einpark- und Assistenzsysteme, die durch die Modifikation nicht beeinträchtigt werden dürfen, so der Tuner. Alle verwendeten Materialien sind TÜV-geprüft und gewährleisten somit die Zulassung auf europäischen Straßen. Die Teile werden direkt im Werk in Deutschland gefertigt.
Der Antriebsstrang bleibt in diesem Fall unverändert. Der 4,0-Liter-V8-Motor und der Elektromotor leisten zusammen 800 PS. Auch zu den Verbesserungen am Fahrwerk äußert sich Larte nicht direkt. Den Fotos nach zu urteilen, liegt das Auto tiefer, und die Räder wurden ebenfalls ausgetauscht.


Wer an einer solchen Individualisierung interessiert ist, erhält laut Larte innerhalb von 24 Stunden ein finales Angebot inklusive Preisliste. Der Umbau kann entweder direkt in Erkrath oder über ein weltweites Partnernetzwerk erfolgen. Was kostet dieser Luxus genau? Das bleibt – wie so oft in dieser Liga – Verhandlungssache und hängt stark von den gewählten Carbonstrukturen und Farbkombinationen ab.
