Die britische Marke verabschiedet sich von Toyota- und AMG-Motoren und setzt stattdessen auf innovative Hybridlösungen des Joint Ventures Geely-Renault.
Lotus wird beim überarbeiteten Emir, dessen Markteinführung für 2028 geplant ist, die bisherigen Toyota- und Mercedes-AMG-Motoren durch einen neuen 3,0-Liter-V6-Biturbo-Hybridmotor ersetzen, der von Horse Powertrain, einem Joint Venture des Mutterkonzerns Geely und des französischen Automobilherstellers Renault, entwickelt wird. Die Entscheidung, den Sechszylinder-Motor beizubehalten, wird durch die hohe Kundennachfrage, insbesondere auf dem US-Markt, gestützt. Der Wechsel des Zulieferers innerhalb der Geely-Gruppe ermöglicht dem Unternehmen zudem eine bessere Kontrolle über die zukünftige Entwicklung und senkt langfristig die Kosten.

Der neue Sechszylinder-Motor, intern als W30 bezeichnet, ist eine herausragende Ingenieursleistung: Mit einem Gewicht von nur 160 Kilogramm gilt er als kleinster und leichtester Hybrid-V6-Motor auf dem Markt. Schon vor der zusätzlichen elektrischen Unterstützung leistet er beeindruckende 400 kW (544 PS) und 700 Nm Drehmoment. Er ist speziell für Hybridanwendungen konzipiert und unterstützt sowohl Mild- als auch Vollhybridsysteme. Laut Hersteller basiert seine extrem kompakte Bauweise auf der modularen Architektur bestehender Vierzylindermotoren.
Die Geschichte neuer Antriebe endet nicht mit dem Emira, denn Lotus bereitet für 2028 einen komplett neuen Supersportwagen vor, der den berühmten Namen Esprit wiederbeleben soll. Er wird mit einem technisch verwandten Hybrid-V8-Motor ausgestattet sein, der mithilfe von Elektromotoren über 735 kW (1000 PS) leisten wird. Für treue Fans der Marke ist es zudem eine wichtige Nachricht, dass beide kommenden Modelle weiterhin im traditionsreichen britischen Werk in Hethel produziert werden und somit die Zukunft dieses historischen Standorts gesichert ist.
