BMW M3 Sport Evolution: Das beste aller E30-Modelle?

Vor fast genau 30 Jahren begann die Produktion der ersten BMW M3-Modelle – und damit eine Erfolgsgeschichte, die in der Automobilwelt ihresgleichen sucht. Der 2,3-Liter-Vierzylinder-Motor mit Vierventiltechnik leistete 147 kW/200 PS und beschleunigte den nur 1.200 Kilogramm leichten Wagen in nur 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 235 km/h.

Neben dem legendären M3 aus der DTM-Serie gibt es noch einen weiteren M3, der unter Fans Kultstatus genießt. Seit 1988 wird eine noch leistungsstärkere Evo-Version angeboten, die mit 220 PS Geschwindigkeiten von bis zu 243 km/h erreichte. 1990 erschien die Topversion der ersten Generation: der auf 600 Exemplare limitierte BMW M3 Sport Evolution mit einem 2,5-Liter-Motor und 238 PS. Der (un)blaue Mauritius des E30-M3.

Der BMW M3 Sport Evolution (E30) stellt den Höhepunkt und die technisch radikalste Weiterentwicklung der ersten M3-Generation dar. Als Homologationsmodell für die Gruppe A der Tourenwagen-Meisterschaft wurde er in einer limitierten Auflage von 600 Einheiten gefertigt, und die Produktion fand ausschließlich zwischen Januar und März 1990 statt.

Das Herzstück des Sport Evolution, inoffiziell auch „Evo III“ genannt, ist der S14-Vierzylindermotor. Durch die Vergrößerung des Hubraums auf 2.467 cm³ (2,5 Liter) und die Optimierung von Ventilen und Nockenwellen konnte die Leistung auf 238 PS (175 kW) bei 7.000 U/min gesteigert werden. Um die Kühlung des Motors bei hohen Drehzahlen zu gewährleisten, wurden zusätzliche Ölspritzdüsen zur Kühlung der Kolbenböden installiert.

Äußerlich unterscheidet sich dieses Modell vom Basismodell durch gezielte aerodynamische Änderungen: Sowohl der Frontspoiler als auch der Heckflügel sind in drei Positionen (Modi: Monza, Normal, Nürburgring) verstellbar, um das Verhältnis zwischen Abtrieb und Luftwiderstand je nach Rennstrecke zu optimieren.

Zur besseren Bremsenkühlung wurden die Nebelscheinwerfer durch spezielle Luftkanäle ersetzt. Das Fahrzeug war ab Werk nur in zwei Farben erhältlich: glänzendem Schwarz oder Misano-Rot. Ein markantes Merkmal sind die roten (bei schwarzen Fahrzeugen) bzw. dunklen (bei roten Fahrzeugen) Zierstreifen an den Stoßfängern.

Um das Leistungsgewicht zu verbessern, setzte BMW konsequente Gewichtseinsparungsmaßnahmen um. Dazu gehörten dünneres Seitenscheibenglas, eine leichtere Heckklappe und ein kleinerer Kraftstofftank mit einem Fassungsvermögen von 62 Litern. Das Fahrwerk wurde im Vergleich zum Serien-M3 um zehn Millimeter tiefergelegt und mit 16-Zoll-BBS-Kreuzspeichenrädern mit Stern in der Farbe „Nogaro-Silber“ kombiniert.

Im Innenraum unterstreichen Recaro-Sportsitze mit integrierten Kopfstützen und dem charakteristischen M-Design den sportlichen Charakter. Lenkrad, Schaltknauf und Handbremshebel sind für besseren Halt mit Alcantara-Leder bezogen. Eine nummerierte Plakette auf der Mittelkonsole erinnert an die Exklusivität dieser Sonderedition, die heute zu den begehrtesten Sammlerstücken in der Geschichte der bayerischen Marke zählt.

Der BMW M3 Sport Evolution (E30) war bereits bei seiner Markteinführung Anfang 1990 ein exklusives und teures Auto. Sein Kaufpreis lag deutlich über dem des damaligen Standard-M3-Modells. Der Basispreis für eines der 600 produzierten Exemplare betrug in Deutschland 85.000 DM. Zum Vergleich: Der reguläre BMW M3 (mit 2,3-Liter-Motor und 215 PS) war damals für rund 68.000 DM erhältlich. Die zusätzlichen 17.000 DM für die „Sport Evolution“-Version entsprachen fast dem Preis eines gut ausgestatteten VW Polo oder eines Basis-Golf.

Trotz des hohen Preises war die Serienausstattung des Sport Evolution aufgrund seiner Motorsportausrichtung eher minimalistisch. Komfortmerkmale wie Klimaanlage, elektrische Fensterheber oder ein Schiebedach mussten oft separat bestellt werden, was den Endpreis für die Kunden häufig auf über 90.000 bis 100.000 DM erhöhte.

Aus heutiger Sicht wirkt der ursprüngliche Preis fast bescheiden: Der Wert gut erhaltener Exemplare im Originalzustand hat sich seither mehr als vervierfacht. Auf Auktionen erzielen die besten Fahrzeuge Preise von weit über 200.000 Euro, wobei Rekordpreise für Autos mit extrem geringer Laufleistung sogar die 300.000-Euro-Marke überschreiten.

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Bojan Vrbnjak
Bojan Vrbnjak
F1-Enthusiast, Golf, Reiseliebhaber und Amateurfotograf.

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