Im März 2011 erregte ein gelber Sportwagen auf dem Genfer Autosalon Aufsehen und ließ die Herzen der Cinquecento-Fans höherschlagen: Das Fiat 500 Coupé Zagato sollte an das gleichnamige Modell aus den 50er-Jahren erinnern und es in modernem Gewand wiederbeleben. Der Prototyp ging jedoch nie in Serie und ist bis heute ein Unikat.
Zwei wahre Giganten der Automobilbranche standen hinter diesem ambitionierten Projekt, das für eine jüngere, dynamische und vorwiegend männliche Zielgruppe entwickelt wurde: Das weltbekannte Designstudio Zagato tat sich mit dem Centro Stile Fiat zusammen, um einen gewöhnlichen Stadtflitzer in einen echten Hingucker zu verwandeln. Die Designer verliehen dem Fiat 500 eine deutlich aggressivere und flachere Coupé-Silhouette.
Fiat 500 Coupé Zagato








Das Highlight des Designs war das Dach: Es trug das unverkennbare Zagato-Logo in Form der beiden berühmten Erhebungen, des sogenannten „Doppelwappens“. Trotz der sportlichen, abgesenkten Dachlinie blieben die kompakten Abmessungen, die Länge von rund dreieinhalb Metern und vor allem der Platz für die Passagiere unverändert.
Um den sportlichen Charakter des Fahrzeugs zu unterstreichen, wählten die Designer eine speziell entwickelte Dreischichtlackierung in der leuchtenden Farbe „Giallo Pop“. Dieses markante Exterieur wird perfekt durch 17-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Chrombeschichtung und dunklen Chromdetails sowie vier gelochte Bremsscheiben ergänzt.
Die Liebe zum Detail setzt sich im Innenraum fort: Spezielle Sportsitze, die von Rautenmustern inspiriert sind und aus einer Mischung aus Leder und Hightech-Materialien in Schwarz und sanftem Beige gefertigt sind, werden durch einen innovativen Dachhimmel ergänzt, der aus dunklem Hightech-Material mit einem glänzenden Faden besteht, der für einen dezenten Schimmer sorgt.
Doch dieser kleine Italiener sah nicht nur schnell aus, er hatte auch ordentlich Power. Unter der Haube arbeitete die Premiere einer 105 PS starken Version des TwinAir-Zweizylindermotors. Dank der besonderen Abstimmung zwischen Motordimensionen und Turbolader bot der Motor beachtliche Durchzugskraft bei gleichzeitig niedrigem Kraftstoffverbrauch.
Fiat 500 Hybrid (2026)








Obwohl das Modell seiner Zeit vollauf entsprach und sogar über moderne Multimedia-Anschlüsse für Internet und Navigation verfügte, schaffte es der Wagen nie in die Garagen der Kunden. Es ist unklar, ob das Fiat 500 Coupé Zagato jemals als Serienfahrzeug geplant war oder ob es von Anfang an als Einzelstück konzipiert wurde.
Es gibt jedoch vieles, was darauf hindeutet, dass es sich primär um ein exklusives Design-Statement und nicht um ein serienreifes Projekt handelte. In Vergessenheit geraten ist dieser gelbe Rennwagen aber keineswegs. Wer diesen ungewöhnlichen Cinquecento aus der Nähe bewundern möchte, findet ihn in Italien: Der Fiat 500 Coupé Zagato-Prototyp ist sicher im „Heritage Hub“ in Turin aufbewahrt.
