Der Mercedes-AMG CLA 45 ist zurück, aber in einer völlig anderen Form, als Sie ihn in Erinnerung haben.
Vergessen Sie den aufgeladenen 2,0-Liter-Benzinmotor, der einst als stärkster Serienvierzylinder der Welt galt – er wurde durch eine Konfiguration mit drei Elektromotoren ersetzt. Obwohl der CLA das Einstiegsmodell der Mercedes-Limousinen darstellt, ist seine Leistung alles andere als durchschnittlich. Er übernimmt die Technologie der axialen Elektromotoren von seinem größeren und prestigeträchtigeren Bruder, dem AMG GT 4-Türer Coupé, und ist in kompakter Form erhältlich – sowohl als Limousine als auch als attraktiver Shooting Brake.
Die Kombination aus Vorder- und zwei Hinterachs-Elektromotoren liefert eine Systemleistung von 680 PS, die Dauerleistung überzeugt mit 612 PS. Das ist deutlich mehr als die 416 PS des Benzin-Vorgängers. Noch beeindruckender ist das Drehmoment: gewaltige 1.759 Nm – mehr als dreimal so viel wie zuvor. In der Praxis bedeutet das, dass Limousine und Kombi in rund drei Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h, mit dem AMG Dynamic Plus Paket bei respektablen 270 km/h.




Alle drei hochentwickelten Axialmotoren beziehen ihre Energie aus einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer nutzbaren Kapazität von 94 kWh. Die Limousine erreicht laut WLTP-Zyklus eine Reichweite von über 670 Kilometern mit einer einzigen Ladung, während der etwas schwerere und weniger aerodynamische Shooting Brake sogar 640 Kilometer schafft. Dank der 330-Kilowatt-Ladearchitektur geht es schnell: In nur 22 Minuten ist der Akku von 10 auf 80 Prozent geladen, und bereits 10 Minuten an einer Ladestation reichen für weitere 270 Kilometer. Für maximale Effizienz wird der vordere Elektromotor bei ruhiger Fahrweise automatisch abgekoppelt, sodass nur die Hinterräder angetrieben werden.
Das neue Modell sorgt für Kontroversen, da es mit diversen Tricks versucht, das Fahrgefühl klassischer Verbrennungsmotoren zu bewahren. Es bietet eine Simulation von Gangwechseln und sogar einen künstlichen Sound, der den Klang eines alten Vierzylinders anstelle des Dröhnens eines V8 imitiert. Die Ingenieure haben sogar spezielle Vibrationsmotoren in die Sitze eingebaut, und das digitale Instrumentenpanel verfügt über eine Ganganzeige und einen Drehzahlmesser. Der Innenraum ist von einer Vielzahl von Bildschirmen geprägt, und im Fond gibt es nur noch zwei separate Sitze. All diese Technologie macht das Auto natürlich recht schwer: Der Shooting Brake wiegt stolze 2.295 Kilogramm, 15 Kilogramm mehr als die Limousine.






