Nach dem ID.3 Neo und dem ID. Polo entwickelt Volkswagen die MEB+ Plattform weiter. Den VW ID. Cross kannten wir bereits als getarnten Prototypen. Nun nimmt dieses Elektroauto konkrete Formen an. In Wolfsburg wird das erfolgreiche Design des T-Cross in die elektrische Zukunft übertragen. Es handelt sich nicht um eine Revolution, sondern um ein äußerst wichtiges Serienmodell, das sich mit einer leistungsstarken Batterie, einer soliden Reichweite und einem attraktiven Preis beweisen soll.
Designtechnisch bleibt der VW ID. Cross der aktuellen „Pure Positive“-Linie treu, die wir bereits vom ID. Polo kennen. An der Front erstreckt sich ein geschlossener Querbalken zwischen den schmalen Scheinwerfern, die je nach Ausstattung mit einem Leuchtlogo versehen sind. Dass das Modell über einen Verbrennungsmotor verfügt, wird durch den trapezförmigen Frontstoßfänger deutlich. Das markante LED-Leuchtband am Heck rundet das Design ab und bietet optional 3D-Elemente.




In der Seitenansicht misst das Fahrzeug 4,15 Meter in der Länge, 1,79 Meter in der Breite und 1,58 Meter in der Höhe. Der Radstand ist 38 Millimeter länger als beim T-Cross. Das schwarz abgesetzte „Flying Roof“ und die leicht nach vorn geneigte C-Säule unterstreichen die markante Optik. Mit einer Dachlast von 75 Kilogramm eignet sich dieses SUV sogar für ein Dachzelt. Die Farben Blau, Rot und Grün sind ebenfalls erhältlich.
Im Innenraum nutzt der ID. Cross die Vorteile des Verzichts auf Verbrennungsmotoren voll aus. Mit einem Kofferraumvolumen von 475 Litern übertrifft er den T-Cross um 20 Liter. Das 22 Liter fassende vordere Staufach unter der Motorhaube eignet sich auch ideal zur Aufbewahrung eines nassen Ladekabels. Vorne befindet sich ein 10,25-Zoll-Display, das optional in einem charmanten Retro-Look im Stil des Golf I erhältlich ist. Der zentrale Infotainment-Bildschirm misst 12,9 Zoll.
VW führt außerdem wieder physische Tasten am Lenkrad ein. Die Klimaanlage verfügt nun über eine separate Reihe mit haptischen Tasten und einem klassischen Drehregler für die Lautstärke. Optional sind ein 425-Watt-Harman-Kardon-Soundsystem oder komfortable 12-fach verstellbare Vordersitze mit Massagefunktion erhältlich.








Dieser kleine SUV wird ausschließlich über die Vorderachse angetrieben. Herzstück des Fahrzeugs ist ein neu entwickelter Elektromotor mit der internen Bezeichnung APP290. Dieser Motor ist in drei Leistungsstufen erhältlich: 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und beeindruckende 155 kW (211 PS). Die Basisversion „Trend“ kombiniert einen 85-kW-Motor mit einer 37-kWh-Batterie, die laut Hersteller für eine Reichweite von gut 316 Kilometern ausreicht.
Wer längere Strecken sorgenfrei zurücklegen möchte, kann sich für den großen Akku mit 52 kWh Kapazität und 155 kW Ladeleistung entscheiden. Diese Version bietet eine Reichweite von 436 Kilometern. Das Laden geht schnell: Der kleinere Akku nimmt bis zu 90 kW auf, was eine kürzere Ladezeit bedeutet – etwa 27 Minuten für eine Ladung von 10 auf 80 Prozent. Die größere Version lädt in nur 24 Minuten mit bis zu 105 kW. Alle Modelle werden mit Wechselstrom mit 11 kW geladen.
Das Fahrwerk ist ebenfalls interessant. Um Kosten und Platz zu sparen, kombiniert VW eine MacPherson-Vorderachse mit einer Hinterachse mit Verbundlenkern. Das neue, integrierte Bremssystem verspricht ein deutlich besseres Bremsgefühl und ermöglicht echtes Ein-Pedal-Fahren, bei dem das Fahrzeug allein durch Loslassen des Gaspedals vollständig zum Stehen kommt. Abgerundet wird das Paket durch intelligente Fahrassistenzsysteme wie den „Travel Assist“, der rote Ampeln erkennt.




Die neue „Vehicle-to-Load“-Funktion versorgt externe Geräte wie E-Bikes mit bis zu 3,6 kW elektrischer Energie. Der Preis für die Basisausstattung beginnt bei knapp 28.000 Euro. Die höherwertigen Ausstattungsvarianten bieten Extras wie 18-Zoll-Leichtmetallräder, Matrix-Scheinwerfer und einen automatischen Tempomat. Volkswagen gibt die genauen Preise für die Extras der höherwertigen Ausstattungsvarianten noch nicht bekannt.
