Sammler lehnt Ferraris elektrisches Luce-Modell entschieden ab

Die empörte Reaktion des renommierten Hypercar-Sammlers Jeffrey Chang zeigt, dass traditionelle Käufer ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Designs und der Ausrichtung des ersten elektrischen Ferraris haben.

Ferraris Einstieg in den Markt für Elektrofahrzeuge mit dem Modell Luce stieß, gelinde gesagt, nicht auf allgemeine Begeisterung. Der italienische Hersteller wandte sich zunächst persönlich an ausgewählte Kunden mit einem Startpreis von rund 550 Euro, erntete aber eine heftige Ablehnung. Als ein Verkaufsberater den renommierten Sammler Jeffrey Cheng kontaktierte und ihm das Fahrzeug als Zukunftsvision präsentierte, die die DNA der Marke bewahrt, lehnte dieser den Kauf kategorisch ab. Seine E-Mail, die natürlich schnell online viral ging, verdeutlicht den schwierigen Kampf, den Ferrari bei der Einführung seiner prestigeträchtigen Elektroneuheit auf einem traditionell orientierten Markt führen muss.

Chengs Kritik bezog sich nicht nur auf die Elektroantriebstechnologie, die das Auto in nur 2,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt, sondern vor allem auf das „unitalienische“ Design, das er als völlig losgelöst von der reichen Tradition der Marke beschrieb. Er schrieb, er wolle sich in einem solchen Auto nicht zeigen, verglich das Design mit günstigeren Fahrzeugen und nannte es ein unpassendes Aushängeschild. Er betonte, dass man für den Preis dieses Modells auch ein High-End-Elektrofahrzeug von Konkurrenzmarken wie Tesla, Rivian oder Lucid in Betracht ziehen und sogar noch genug Geld für einen Luxusurlaub im Privatjet übrig haben könne.

Die deutliche Botschaft schloss mit der Aufforderung an den Berater, sie direkt an die Geschäftsleitung weiterzuleiten, und der Behauptung, das Luce-Modell werde vor allem von Personen gekauft, die lediglich ihren Status innerhalb des komplexen Fahrzeugvergabesystems von Ferrari verbessern wollten. Während die Marke die Meinungen gewöhnlicher Online-Kommentatoren oft und unkompliziert ignoriert, wird eine direkte Ablehnung seitens der Zielgruppe und ihrer treuesten Kunden deutlich schwerer zu übersehen sein. Dieser Vorfall zeigt klar, dass beeindruckende Leistung allein und eine geschätzte Reichweite von rund 530 Kilometern mit einer einzigen Ladung nicht ausreichen, um die anspruchsvollsten Kunden zu überzeugen.

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