Wir präsentieren: Den neuen Audi Q9, den XXL-Audi.

Audi plant groß und präsentiert erstmals den Q9! Damit schließt Audi eine Lücke im eigenen Angebot: BMW und Mercedes verdienen mit dem X7 und dem GLS schon lange gut im Segment der Luxus-SUVs. Audi beschränkte sich bisher auf den Q7.

Damit der Q9 mit den Giganten mithalten kann, braucht er viel Komfort. Audi ist sich dessen bewusst. Deshalb verfügt er über elektrisch öffnende und schließende Türen, ein extragroßes Glasschiebedach mit Beleuchtung und optional Business-Sitze in der zweiten Reihe. Und natürlich über reichlich Platz. Deshalb hat man bei den Abmessungen besonders großzügige Maßstäbe gesetzt – die Länge beträgt 5,31 Meter.

Auf den ersten Blick ist klar, wo der Q9 sein größtes Potenzial hat – in den USA. Dort dürfte es auch einfacher sein, einen Parkplatz zu finden, denn mit einer Länge von 5,31 Metern übertrifft der Wagen die deutschen Konkurrenten Mercedes GLS und BMW X7. Der Audi ist 2,21 Meter breit, 1,81 Meter hoch und hat einen Radstand von 3,14 Metern.

Angesichts dieser Dimensionen dürfte jedem klar sein, dass beim Q9 alles eine Nummer größer ist. Daher überrascht es nicht, dass die OLED-Rückleuchten die größten im Audi-Segment sind. Selbstverständlich verfügen sie über eine 3D-Signatur, die wir bereits von anderen Modellen kennen. Zusätzlich gibt es ein durchgehendes Leuchtband und ein beleuchtetes Logo am Heck. Das Kennzeichen befindet sich beim Q9 im vorderen Stoßfänger, obwohl auch auf der Heckklappe ausreichend Platz dafür wäre.

In Deutschland ist ein beleuchteter Kühlergrill nicht zulässig. Die Journalisten wurden bei der Testfahrt von einem amerikanischen Modell begleitet, bei dem dies erlaubt ist. Die Frontpartie ziert ein großer Singleframe-Grill und zweiteilige Scheinwerfer. Der Grill ist, dem aktuellen Trend folgend, beleuchtet. In der Ausstattungslinie „Advanced“ verfügt er über vertikale Lichtleisten, die an übergroße Streifen erinnern. Die „S line“ besitzt beleuchtete Waben. Die Blinker werden, wie beim Q7, zusätzlich auf die Straße projiziert. Selbstverständlich benötigt ein so großes Auto die passenden Räder. Diese sind bis zu 23 Zoll groß.

Was steckt unter der Haube? Ein 3,0-Liter-V6-Dieselmotor. Er leistet 299 PS und 630 Nm Drehmoment. Der Antrieb ist nicht völlig elektrifiziert, denn es handelt sich um ein Mild-Hybrid-System. Dieses steuert kurzzeitig zusätzliche 24 PS und 360 Nm bei. Eine Achtgang-Tiptronic übernimmt die Gangwechsel, und selbstverständlich ist dieses Topmodell mit dem quattro-Antrieb ausgestattet. Kennern der Audi-Palette ist dieser Antrieb bereits bekannt. Er kommt auch im kleineren Bruder, dem Q7, zum Einsatz.

Das Armaturenbrett ist von den neuesten Audi-Modellen bekannt. Das digitale Kombiinstrument und das zentrale Display befinden sich auf gleicher Höhe auf einem sogenannten Curved-Display. Dieses ist leicht zum Fahrer hin gewölbt und greift außen die Form des Singleframe-Grills auf. Selbstverständlich verfügt auch der Beifahrer über ein eigenes Display. Es ist erfreulich, dass es mit 12,3 Zoll genauso groß ist wie das Kombiinstrument. In der Mitte misst es 14,5 Zoll.

Wie beim Audi Q3 befindet sich der Fahrmodus-Wahlschalter im Q9 nicht mehr in der Mittelkonsole, sondern rechts neben dem Lenkrad. Dies trägt zu einem sehr aufgeräumten Innenraum bei. Auch die Klimabedienelemente sind nicht mehr separat auf dem Armaturenbrett angeordnet. Stattdessen befinden sich Touch-Oberflächen unterhalb des Infotainment-Bildschirms. Erfreulicherweise ist der klassische Drehregler für die Lautstärke in der Mittelkonsole erhalten geblieben.

Audi bietet den Q9 serienmäßig als Siebensitzer an. Er ist aber auch als Sechssitzer bestellbar. Die zweite Sitzreihe besteht in diesem Fall aus zwei Business-Sitzen. Auch in der dritten Reihe ist ausreichend Kopffreiheit vorhanden, der Platz vor einem ist jedoch vom Komfort des Vordermanns abhängig. Hinzu kommt: Da die Führungsschiene der zweiten Reihe genau dort positioniert ist, wo man den Fuß abstellen möchte, müssen Erwachsene mit leicht gespreizten oder leicht nach außen gedrehten Beinen sitzen. Laut Audi sind diese Sitze primär für Kinder gedacht.

Diese Fahrzeugklasse zeichnet sich dadurch aus, dass nahezu alles elektrisch funktioniert. Sitze umklappen? Elektrisch. Türen öffnen oder schließen? Elektrisch. Und zwar nicht nur teilweise, sondern komplett! Sollte etwas – oder jemand – im Weg sein, stoppt das Hinderniserkennungssystem den Vorgang. Dies gilt sowohl beim Parken in der Nähe eines Pollers als auch bei Annäherung eines Radfahrers oder Autos.

Selbstverständlich ist auch das XXL-Schiebedach dieses SUV elektrisch bedienbar. Seine Fläche beträgt rund 1,5 Quadratmeter. Bei zu starker Sonneneinstrahlung schaltet es sich per Knopfdruck in Milchglas um. Neun (!) einzelne Segmente lassen sich verstellen. Audi verspricht, dass diese Funktion das klassische Rollo ersetzen wird. In der Topausstattung ist das Schiebedach zudem beleuchtet – in 30 Farben, abgestimmt auf die Ambientebeleuchtung.

Als SUV muss der Wagen natürlich auch praktisch sein. Deshalb können Fahrer und Beifahrer ihre Mobiltelefone gleichzeitig induktiv in der Mittelkonsole aufladen. Zusätzlich gibt es USB-C-Anschlüsse mit Schnellladefunktion. In der Siebensitzer-Version lassen sich drei Kindersitze nebeneinander auf der Rückbank montieren. An den Seiten des Kofferraums befinden sich Schienen zur Ladungssicherung. Und jeder Q9 ist mit einer Dachreling ausgestattet.

Mit der Premiere des Q9 ist auch der Preis bekannt. Er beginnt bei 108.400 Euro. Dafür erhält man einen V6-Dieselmotor mit 299 PS und Unterstützung durch ein Mild-Hybrid-System. Dies ist auch der einzige Motor, den Audi in Deutschland anbietet. Ein S-Modell wird es ebenfalls geben, allerdings nur in den USA. Der Q9 ist ab November 2026 bei den Händlern erhältlich.

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Bojan Vrbnjak
Bojan Vrbnjak
F1-Enthusiast, Golf, Reiseliebhaber und Amateurfotograf.

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