Ein einzigartiger Bugatti Typ 101C-X aus dem Jahr 1965, umgebaut von der italienischen Carrozzeria Ghia nach den Ideen des Designers Virgil Exner, sucht in den Vereinigten Staaten einen neuen Besitzer.
In den USA steht ein außergewöhnliches Automobil zum Verkauf: ein Bugatti Typ 101C-X von 1965 mit der Chassisnummer 101506. Es handelt sich um eines von nur sieben nach dem Zweiten Weltkrieg produzierten Typ-101-Chassis. Dieses Exemplar ist ab Werk mit einem Kompressor-aufgeladenen Reihenachtzylinder ausgestattet, der 147 kW (200 PS) leistet – eine deutliche Steigerung gegenüber der serienmäßigen Saugmotorversion mit 99 kW (135 PS).
















Die Geschichte dieses Fahrzeugs zeugt von den schwierigen Nachkriegsversuchen der Marke Chrysler. Das technisch fortschrittliche Modell Typ 101, basierend auf dem Vorkriegsmodell Typ 57, konnte die Käufer damals nicht überzeugen, weshalb das letzte nackte Chassis bis 1961 in Molsheim verblieb. Dort erwarb es der amerikanische Sammler E. Allen Henderson, dessen Freund und Verleger L. Scott Bailey darin die perfekte Grundlage für den berühmten Chrysler-Designer Virgil Exner erkannte. Das Chassis wurde gekürzt und nach Italien zum renommierten Designstudio Carrozzeria Ghia geschickt. Dort wurde es in einen spektakulären Roadster mit markantem hufeisenförmigem Kühlergrill, rechteckigen Scheinwerfern, geteilter Windschutzscheibe und einem Heck im Stil der damaligen Sportwagen verwandelt. Die Weltpremiere fand 1965 auf dem Turiner Autosalon statt.







Obwohl Exner hoffte, dieses kühne Projekt würde die Serienproduktion wiederbeleben, blieb der Wagen ein Einzelstück und verbrachte die nächsten vier Jahrzehnte in der renommierten Sammlung von General William Lyon. Gelegentlich war er bei prestigeträchtigen Veranstaltungen wie der eleganten Pebble Beach Rennwoche zu sehen. Derzeit wird das Fahrzeug vom Autohaus Hyman Ltd. in Missouri angeboten und befindet sich in nahezu originalem, unrestauriertem Zustand. Um dieses bedeutende Stück Automobilgeschichte zu erwerben, muss ein potenzieller Käufer mehrere Millionen Euro investieren, was laut Experten immer noch weniger als die Hälfte des Preises für Bugattis neuesten Hypercar Tourbillon ausmacht.
