Samsungs neues Premium-Falthandy bietet ein helleres Display und eine rekordverdächtige Akkulaufzeit. Trotz seiner erstklassigen Hardware rechtfertigen der hohe Preis und die Ähnlichkeit zum Vorgängermodell die Bezeichnung „Ultra“ nur schwer.
Samsung hat in diesem Jahr erstmals seine faltbaren Smartphones in zwei Modelle aufgeteilt: das Galaxy Z Fold 8 und das Z Fold 8 Ultra. Während das Basismodell ein komplett neues, breiteres Design für komfortableres Videovergnügen bietet, bleibt das Ultra-Modell dem Design seines Vorgängers treu, der sich primär auf Produktivität und Multitasking konzentriert. Trotz des neuen, prestigeträchtigen Labels bietet das Gerät keine drastischen Designänderungen, sondern ist eine sorgfältig überarbeitete Version des Vorjahresmodells – eine etwas ungewöhnliche Position.
Das Äußere ist nach wie vor unverkennbar. Mit einer Dicke von 8,9 Millimetern im geschlossenen Zustand und einem Gewicht von gut 214 Gramm hat sich das Smartphone praktisch nicht verändert. Samsung hat es jedoch im geöffneten Zustand auf nur 4,1 Millimeter dünner gestaltet. Die abgerundeten Kanten erleichtern das Öffnen und verbessern die Benutzerfreundlichkeit. Eine neue Titanlegierungsschicht unter dem Faltbildschirm erhöht die Stabilität und reduziert die Sichtbarkeit der Falte in der Mitte. Die Bildschirme sind weiterhin erstklassig: ein 6,5 Zoll großes externes und ein 8 Zoll großes internes AMOLED-Panel. Letzteres bietet eine etwas höhere Auflösung, eine flüssige Bildwiederholfrequenz von 120 Hz und eine extrem hohe Spitzenhelligkeit von bis zu 3000 Candela (Nits). Eine neue Antireflexionsschicht verbessert zudem die Lesbarkeit bei hellem Sonnenlicht.
Im Inneren arbeitet der neueste Snapdragon Elite Gen 5 Prozessor für Galaxy, unterstützt von 16 GB RAM und bis zu 1 TB Speicher. Leistung und Multitasking laufen einwandfrei, und das Ultra unterscheidet sich vom Basismodell vor allem durch seine Kameraausstattung. Es verfügt weiterhin über drei Rückkameras: einen 200-Megapixel-Hauptsensor, eine neue 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und ein 10-Megapixel-Teleobjektiv mit 3-fachem optischem Zoom – ein entscheidender Vorteil für Fotografie-Begeisterte gegenüber dem digitalen Zoom des Basismodells.
Der Star des diesjährigen Upgrades ist der Akku. Die neue Silizium-Kohlenstoff-Zelle mit einer Kapazität von 5000 mAh sorgt für eine Rekord-Laufzeit bei faltbaren Smartphones und übertrifft ihren Vorgänger deutlich. Auch das Laden wurde beschleunigt: Kabelgebundenes Laden erfolgt nun mit 45 Watt, kabelloses mit 25 Watt. Einziger Kritikpunkt am Design: Der Magnetring für Zubehör (Qi2) fehlt. Magnetische Ladegeräte benötigen daher weiterhin eine spezielle Schutzhülle.
Das Samsung Galaxy Z Fold 8 Ultra ist ein großartiges Upgrade und ein absolutes Spitzenmodell unter den Falt-Smartphones, kostet aber stolze 2100 US-Dollar (die Preise für unseren Markt stehen noch nicht fest). Da das Basismodell, das 200 US-Dollar günstiger ist, die gleiche Rechenleistung in einem moderneren Gehäuse bietet, ist das Ultra die richtige Wahl – insbesondere für Nutzer, die unbedingt ein dediziertes optisches Zoomobjektiv und ein quadratisches Bildschirmformat für die anspruchsvolle, gleichzeitige Nutzung mehrerer Anwendungen benötigen.
