Kompanja Zwei L: Mehr Platz, mehr Ruhe im Fond

Das Unternehmen ist in der Medienwelt noch nicht sehr bekannt, doch die Firma aus Brühl hat in kurzer Zeit ein unverwechselbares Konzept für Reisemobile entwickelt. Der neue „Zwei L“ ist keine Revolution mit Konfetti, sondern eine durchdachte Weiterentwicklung des bekannten „Zwei“-Modells.

Wie bei anderen handgefertigten Ausbauten mit individuellem Stil geht es nicht um übertriebene Prahlerei, sondern um die optimale Nutzung jedes Zentimeters. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt beispielsweise Flowcamper Moritz, das handwerkliche Qualität mit alltagstauglicher Technologie kombiniert. Auch Algovia zeigt mit seinen Modellen Escape 540 und Evoke 600, wie vielseitig der Raum in einem Wohnmobil genutzt werden kann.

Der Kompanja „Zwei L“ basiert auf dem Citroën Jumper und ist 58 Zentimeter länger als der „Zwei“, was einer Länge von rund sechs Metern entspricht. Diese zusätzliche Länge macht einen entscheidenden Unterschied, denn im Kompanja ist es erstmals möglich, längs zu schlafen. Das kompakte Bett im Heck verwandelt sich so in eine Lösung, die eher an ein klassisches Einzelbett erinnert als an eine verrenkte Liegeposition vor dem Schlafengehen.

Das neue Bett ist 1,92 Meter lang und 1,96 Meter breit. Der Raum kann sowohl als Einzelbett als auch als großes Etagenbett oder sogar als Querbett mit einer Breite von ca. 1,30 Metern genutzt werden. Die Füße am Fußende lassen sich hochklappen, wodurch eine Ruhezone entsteht. So kann der Innenraum nicht nur nachts, sondern auch nach Feierabend genutzt werden.

Trotz der längeren Rückwand bleibt das Grunddesign vertraut: Kompanja setzt auf natürliche Materialien, viel warmes Holz und eine geölte Bambusarbeitsplatte. Die Küche ist mit einem Zweiflammen-Gasherd, einer Edelstahlspüle und einem in die Front integrierten Kühlschrank ausgestattet, der auch von außen zugänglich ist.

Der klappbare Gartentisch an der Rückwand gehört ebenfalls zur Ausstattung und fügt sich harmonisch in das Design ein, das Innen- und Außenbereich nicht strikt trennt, sondern sie eher fließend miteinander verbindet. Auch im Badezimmer werden keine Standardlösungen verwendet. Kompanja zieht Dusch- und WC-Bereich wie eine Schublade heraus, sodass im geschlossenen Zustand mehr Platz im Wohnbereich entsteht.

Die separate Trockentoilette steht auf einem Podest und ist mit Heizung und aktiver Luftabsaugung ausgestattet, sodass der Raum nicht nur zum Duschen, sondern auch zum Trocknen nasser Kleidung genutzt werden kann. Es handelt sich hierbei nicht um ein luxuriöses Badezimmer mit Marmor, sondern um eines, das im Wohnmobilalltag weit mehr als nur ein ansprechendes Äußeres bietet.

Die Basis der Sitzgruppe bilden weiterhin die drehbaren Vordersitze und die Sitzbank. Die Sitzbank ist in Breite und Winkel verstellbar. Zwei Tische sorgen für einen freien Durchgang in der Mitte und ermöglichen so vielfältige Nutzungsmöglichkeiten des Innenraums. Das Isofix-System ist serienmäßig verbaut, sodass laut Kompanja bis zu fünf Sitz- und Schlafplätze eingerichtet werden können. Das bedeutet, dass das Modell „Zwei L“ trotz seiner Einzelbett-Ausführung nicht nur für Paare geeignet ist.

Das bewährte Kompanja-Modell zeigt sich auch in der Bordtechnik. Serienmäßig ist eine Lithiumbatterie mit 100 Ah verbaut, optional sind deutlich größere Speicherkapazitäten von bis zu 600 Ah erhältlich. Zusätzlich gibt es einen 90-Liter-Trinkwassertank, einen Warmwasserbereiter und, je nach Ausstattung, eine umfangreiche Infrastruktur für Stromversorgung und Ladeinfrastruktur.

Das Unternehmen gibt für das Modell „Zwei“ eine Zuladung von bis zu 750 Kilogramm an. Diese reduziert sich je nach Ausstattung mit dem Aufstelldach, dafür erhöht sich die Anzahl der Schlafplätze auf bis zu fünf. Das Modell „Zwei L“ wird voraussichtlich rund 74.300 Euro kosten und ist damit etwa 8.000 Euro teurer als das Modell „Zwei“.

Der reguläre Kompanja „Zwei“ bleibt die kürzere und etwas kompaktere Basisversion der Baureihe. Mit einer Länge von 5,41 Metern und einer Höhe von 2,52 Metern ist er deutlich agiler als der neue „Zwei L“ und bietet weiterhin das modulare Konzept, das Kompanja von Anfang an auf Basis des Jumper-Modells verfolgt hat. Der Citroën Jumper L2H2 dient als Basis und kann optional mit bis zu 180 PS Leistung, einem 8-Gang-Automatikgetriebe, Assistenzsystemen und weiterem Zubehör ausgestattet werden.

Das Modell „Zwei“ verfügt über ein quer eingebautes Heckbett, das bei Bedarf ausziehbar ist und so Alltagstauglichkeit mit hohem Schlafkomfort vereint. Genau darin liegt der größte Vorteil dieses Modells: Es bleibt kompakt und bietet dennoch die komplette Ausstattung eines Wohnmobils mit Küche, Bad, Stauraum und flexibler Sitzgruppe.

Das Modell „Zwei“ bietet, je nach Konfiguration, auch Platz für bis zu fünf Personen. Dank des erhöhten Dachbereichs lässt sich das Zweisitzermodell im Handumdrehen in eine Familienlösung verwandeln, ohne dass der Grundriss zu weitläufig wirkt. Genau das macht den Charme des neuen Modells „Zwei L“ aus.

Wer bisher mit einem Querbett Probleme hatte oder klassische Einzelbetten bevorzugte, hat nun eine längere Alternative, die den charakteristischen Charakter des Kompanja nicht beeinträchtigt, sondern ihn sinnvoll ergänzt. Es handelt sich daher weniger um ein neues Modell als vielmehr um eine gelungene Erweiterung eines bereits bekannten Modells.

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Bojan Vrbnjak
Bojan Vrbnjak
F1-Enthusiast, Golf, Reiseliebhaber und Amateurfotograf.

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