MG Go! Konzept: Micra- und R5-Konkurrenten im Fokus

Die britisch-chinesische Marke präsentierte beim Goodwood Festival of Speed ​​einen elektrischen Konkurrenten zum Renault 5.

Die Studie MG Go! wurde auf dem diesjährigen Goodwood Festival of Speed ​​(Goodwood Festival of Speed ​​2026) vorgestellt und kündigt einen neuen Konkurrenten für den Renault 5 im Kleinwagensegment an. Es handelt sich um ein vollelektrisches Fahrzeug der B-Klasse, das voraussichtlich 2027 auf den Markt kommen wird. Obwohl es im Ausstellungsraum den Namen Go! trägt, wird intern im Unternehmen noch darüber diskutiert, ob das Serienmodell die traditionellere Bezeichnung MG2 tragen soll.

Das Design des neuen Kleinwagens entstand exklusiv im Londoner Designzentrum von MG. Obwohl das Konzept von historischen Modellen wie dem originalen MGB GT und dem Metro Turbo inspiriert ist, betont die Marke, dass ihr neuer kompakter Elektrowagen äußerst jugendlich und modern sein wird. Es ist also nicht nur ein nostalgischer Blick in die Vergangenheit, sondern ein sehr moderner Ansatz für urbane Elektromobilität.

Sowohl bei der Londoner Technikpräsentation als auch auf dem Goodwood-Automobilmarkt macht der Wagen in natura einen sehr attraktiven Eindruck. Seine Linienführung erinnert eher an den Suzuki Swift und den Mini Cooper als an historische MG-Modelle. Dennoch ist er zweifellos ein spritziger und attraktiver Fünftürer mit viel Charakter und einem Hauch von echtem Retro-Charme, der sofort die Blicke auf sich zieht.

Das Konzeptfahrzeug besticht durch ein recht aggressives Design mit ausgestellten Kotflügeln, einem kontrastierenden Heckspoiler und einer markanten Frontstoßstangenverlängerung, die stark an den legendären Metro Turbo und 6R4 erinnern. Auch wenn diese betont sportlichen Elemente wohl nicht in die Serienversion einfließen werden – es sei denn, MG plant zukünftig eine echte Hot-Hatch-Variante – verleihen sie dem Wagen einen unverwechselbaren „Eulen“-Look und attraktive Farbkontraste.

„Mit dem MG Go! wollten wir etwas Kompaktes und Modernes schaffen, das gleichzeitig warm, ausdrucksstark und sofort sympathisch wirkt“, erklärte Carl Gotham, Designchef bei Advanced Design in London. Er fügte hinzu, dass es nicht einfach darum ging, alte Designmerkmale zu kopieren, sondern die Klarheit, den Charme und die emotionale Wirkung einzufangen, die die Marke MG in der Vergangenheit so unverwechselbar gemacht haben.

Obwohl Plattform und Batterie noch nicht offiziell bestätigt sind, ist bekannt, dass der Neuling ausschließlich elektrisch angetrieben wird und direkt mit Modellen wie dem Renault 5, dem kommenden Volkswagen ID.Polo und dem Citroën e-C3 konkurrieren wird. Da MG in dieser Größenklasse bereits den Hybrid MG3 anbietet, ist es sehr wahrscheinlich, dass beide Modelle parallel im Angebot bleiben werden. Der MG2 könnte dabei als elektrisches Einstiegsmodell mit einem erwarteten Preis von rund 20.000 Euro fungieren.

Das Serienmodell wird voraussichtlich auf einer modifizierten MG4-Plattform basieren und Batterien des MG4 Urban mit Kapazitäten von 41,9 kWh und 52,8 kWh nutzen. Damit ergäbe sich für das kleinere Modell eine Reichweite von 320 bis 400 Kilometern. Zudem könnten Elektromotoren des größeren MG4 zum Einsatz kommen, die rund 110 kW (150 PS) bzw. 118 kW (160 PS) und ein Drehmoment von etwa 250 Nm bieten. MG hat außerdem bestätigt, dass im nächsten Jahr neue Batterietechnologien, darunter Festkörperbatterien, erwartet werden, die dem Serienmodell eine noch höhere Effizienz und mehr Sicherheit verleihen sollen.

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