Auf der Monterey Car Week präsentierte McLaren eine neue Supersportwagen-Studie, die etwas bietet, was die britische Marke seit mehr als drei Jahrzehnten nicht mehr angeboten hat: ein echtes Schaltgetriebe.
Der Neuling mit dem etwas sperrigen Namen McL 6GT ist vom unvollendeten Straßenwagenprojekt M6GT inspiriert, das von Markengründer Bruce McLaren persönlich konzipiert wurde. Obwohl das Original nie in Serie ging, verspricht McLaren, dass dieses moderne Konzept bis 2028 in Serie gehen wird. Anders als die meisten modernen Supersportwagen wird er die Gangschaltung nicht allein dem Computer überlassen.
Das Herzstück des McL 6GT ist ein manuelles Getriebe, das die Kraft auf die Hinterräder überträgt. Damit ist er der erste McLaren mit dieser Konstruktion seit dem legendären F1-Modell von 1992. Obwohl der Hersteller noch nicht alle technischen Details des Antriebsstrangs bekannt gegeben hat, wurde bestätigt, dass das Konzeptfahrzeug von einem V8-Verbrennungsmotor angetrieben wird, der in einer leichten Kohlefaserkarosserie verbaut ist, aus der auch die gesamte Karosserie besteht. Designtechnisch orientiert sich der Neuling stark am ursprünglichen M6GT und behält dessen niedrige und breite Silhouette, das lange Dach und das charakteristische Kammback-Heck bei. All dies wird natürlich modern interpretiert, wobei die in das „Racing Loop“-Designelement integrierten Rückleuchten besonders hervorstechen.





Die Fahrgastzelle ist nahtlos in die Karosserie integriert, das Dach geht elegant in die Heckklappe über. Der Wagen steckt voller historischer Details: Bruce McLarens originales Nummernschild ist dezent als Grafik eingearbeitet, und seine Unterschrift findet sich im Motorraum. Das legendäre „Speedy Kiwi“-Logo, eines der ersten Markenzeichen, ziert den Tankdeckel. Auch der Innenraum folgt dieser Philosophie: Moderne Digitalanzeigen treffen auf haptische Bedienelemente, geriffelte Aluminiumschalter und einen freiliegenden Schalthebel – ebenfalls mit Kiwi-Motiv – und vermitteln dem Fahrer so ein authentisches, mechanisches Fahrgefühl.
McLaren möchte mit dem McL 6GT die oft vergessene Kunst des mechanischen Fahrens wieder in den Vordergrund rücken. Konkret bedeutet das eine echte hydraulische Lenkung anstelle einer rein elektronischen, physische Schalter und natürlich ein klassisches Schaltgetriebe. Trotzdem ist das aktuelle Fahrzeug nur ein Vorgeschmack auf die Serienversion, die 2028 auf den Markt kommen und sich oberhalb der aktuellen Sport- und Supersportwagen-Palette positionieren wird. Obwohl der Hersteller noch keinen offiziellen Preis bekannt gegeben hat, dürfte dieser laut Prognosen bei über 864.000 Euro liegen.











