Ein Wohnmobil für knapp über 50.000 Euro? Challenger beweist mit der neuen Sport Edition S114, dass das immer noch möglich ist. Für 51.490 Euro erhält man ein fast sechs Meter langes Nutzfahrzeug mit Querbett, neuem Vario-Bad und deutlich vergrößertem Innenraum.
Die Idee hinter der Sport Edition ist nicht ganz neu. Letztes Jahr brachte das französische Unternehmen das preislich attraktive, teilintegrierte Wohnmobil Challenger S294 Sport Edition auf den Markt. Der neue S114 überträgt diesen Ansatz nun auf das Kastenwagensegment: ein klassisches Layout, eine solide Basis und eine Ausstattung, die weit über das übliche Einsteigerniveau hinausgeht.




Challenger hat mit den Modellen Challenger ElectriX X150 und X250 bewiesen, dass das Unternehmen auch deutlich originellere Konzepte umsetzen kann. Diese Hybrid-Reisemobile spielen sowohl technisch als auch preislich in einer ganz anderen Liga. Das Modell S114 hingegen präsentiert sich bewusst schlicht, kompakt, dieselbetrieben und preislich fast wie aus einer anderen Ära der Reisemobile.
Mit einer Länge von 5,99 Metern bleibt dieser Van unter der magischen Sechs-Meter-Marke. Die Breite beträgt die üblichen 2,05 Meter und macht ihn damit deutlich schmaler als klassische teilintegrierte Wohnmobile. Die Basisversion ist der Citroën Jumper, und der Einstiegspreis liegt bei 51.490 Euro.
Der Challenger setzt auf ein bewährtes Layout. Vorne bilden die drehbaren Sitze in der Kabine und die Sitzbank einen Essbereich für vier Personen. Neu ist ein Multifunktionstisch, der eine flexiblere Nutzung des begrenzten Raums ermöglicht. Dahinter befindet sich eine Küchenzeile mit Spüle, Kochfeld und Kompressorkühlschrank. Helle Holzoberflächen werden durch dunkle Fronten ergänzt, und der Innenraum wirkt insgesamt deutlich moderner und weniger karg.




Im Heck ist das Doppelbett quer zur Fahrtrichtung angeordnet. Praktischerweise lässt es sich nach oben klappen, wodurch darunter zusätzlicher Stauraum für größeres Gepäck oder Fahrräder entsteht. Außerdem sind tiefere und größere Staufächer über den Sitzen sowie zusätzliche Ablagen erhältlich. Auch bei den Matratzen spart Challenger nicht und verbaut ein Modell der Spitzenklasse.
Die größte Neuerung befindet sich zwischen Küche und Schlafzimmer. Anstelle des bisherigen, kompakten Badezimmers wird ein Vario-Badezimmer eingebaut. Die verschiebbare Wand passt den Raum je nach Bedarf an: Im Alltag bleiben Toilette und Waschbecken zugänglich, und zum Duschen entsteht mit wenigen Handgriffen eine deutlich größere Duschkabine.
Auch die Details wurden überarbeitet. Die flächenbündig abschließenden S7-Rahmenfenster reichen nun bis zu den Hecktüren, eine Dieselheizung sorgt für wohlige Wärme, und die zweifarbige Möbelausstattung verleiht dem Innenraum mehr Frische. Hinzu kommt die leichtere, stabilere und feuchtigkeitsbeständigere IRP-Holzkonstruktion an Seitenwänden, Heck, Dach und Boden. Die Schwestermarke Chausson bietet unter dem Namen Sportline ein nahezu identisches Konzept mit anderer Ausstattung an.




Der entscheidende Faktor bleibt der Preis. Die auf Citroën basierende Sport-Van-Serie startet bei 51.490 Euro und ist damit rund 3.000 Euro teurer als die Road Edition, die ab 48.490 Euro erhältlich ist. Für diesen Preis erhält man unter anderem ein Vario-Bad, eine neu gestaltete Sitzgruppe, größere Oberschränke, Premium-Matratzen, einen Kompressorkühlschrank und eine Dieselheizung. Der Challenger setzt weniger auf spektakuläre Ideen, sondern auf eine recht einfache Rechnung: viel Wohnmobil fürs Geld.
Challenger ist mit dieser Strategie nicht allein. Der Crosscamp ELMNT ist ebenfalls für etwas über 50.000 Euro erhältlich und bietet je nach Grundriss ein drehbares Badezimmer. Noch günstiger ist das Forster Vantasy-Modell, das ab 48.900 Euro verfügbar ist. Wer im Heckbereich mehr Flexibilität wünscht, entscheidet sich für den Etrusco CV 640 PB+ mit elektrisch verstellbarem Bett und XXL-Garage – allerdings mit einem anderen Konzept.
