Marc Philipp Gemballa, Sohn der Tuning-Legende Uwe Gemballa, hat einen neuen Supersportwagen vorgestellt. Der Marsien GT basiert auf dem bereits bekannten Marsien-Modell, ist aber im Gegensatz zu diesem nicht für Wüstenfahrten, sondern ausschließlich für Asphaltstrecken konzipiert. Technisch basiert er auf dem Porsche 911 Turbo S und ist optisch sowie konzeptionell stark vom Porsche 959 inspiriert.
Der Marsien wurde ursprünglich als Hochleistungsfahrzeug für die Wüste konzipiert. Sein Name leitet sich vom französischen Wort für „Marsianer“ ab und verweist auf die Wüstenlandschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, die dem Mars ähnelt. Bislang wurden insgesamt 40 Marsien-Geländewagen gebaut. Der neue Marsien GT hat nun einen deutlich tiefer liegenden Schwerpunkt. Das Fahrzeug liegt tiefer und verfügt über ein strafferes Fahrwerk. Gleichzeitig soll der GT außergewöhnliche Fahrleistungen mit einer gewissen Alltagstauglichkeit verbinden.








Der Porsche 911 Turbo S dient als Basis, doch von seiner Karosserie ist nicht mehr viel übrig. Marc Philipp Gemballa hat sie durch eine neu entwickelte Carbonfaser-Außenhaut ersetzt. Auch beim Motor geht man eigene Wege: Der serienmäßige 711 PS starke Antrieb weicht einem Biturbo-Boxer von Ruf. Der Sechszylinder leistet 819 PS und ein maximales Drehmoment von 930 Nm. Wem das nicht reicht, kann optional ein Motor-Upgrade bestellen, das die Leistung auf über 900 PS steigert. Für die Fahrwerksabstimmung kommt eine neue Doppelquerlenkerkonstruktion zum Einsatz. Teil dieser Konstruktion sind KW-Dämpfer, die aktiv auf Unebenheiten der Fahrbahn reagieren.
Der Innenraum setzt die eigenständige Interpretation des Porsche-Stils fort. Besonders auffällig ist der Schalthebel, dessen Design an den des Porsche Carrera GT angelehnt ist. Kunden können aus verschiedenen Ausstattungspaketen wählen, darunter Kombinationen aus Leder, Alcantara und Carbonfaser. Vom Marsien GT werden voraussichtlich nur 30 Exemplare gefertigt. Die Preise beginnen bei 770.000 Euro, zuzüglich des für dieses Fahrzeug benötigten 911 Turbo S. Dieser kostet aktuell ab 271.000 Euro.








Die Zahl von 30 produzierten Fahrzeugen hat eine besondere Bedeutung: Sie erinnert an Uwe Gemballas 70. Geburtstag in diesem Jahr. Zusammen mit den bereits gebauten 40 Mars-Fahrzeugen umfasst das Programm seines Sohnes nun insgesamt 70 Fahrzeuge. Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied zum ursprünglichen Gemballa-Unternehmen. Marc Philipp Gemballas Firma ist rechtlich unabhängig von der ehemaligen Tuningfirma seines Vaters, die unter anderem für ihre spektakulären Umbauten des Porsche 911 Turbo und des BMW 635CSi bekannt wurde.
Der Marsien GT feierte seine Weltpremiere beim renommierten Pebble Beach Concours d'Elegance im Rahmen der Monterey Car Week in den USA.
