McLaren präsentiert sich in neuem Gewand. Das auffälligste Merkmal ist das überarbeitete Logo, das sich deutlich von seinem Vorgänger unterscheidet. Die Idee dahinter ist jedoch nicht ganz neu. McLaren hat sich für seine Inspiration weit in der Firmengeschichte zurückerforscht, bis hin zu der Tankstelle, die Bruce McLarens Eltern in Neuseeland besaßen.
Die neue Markenidentität gilt sowohl für McLaren Automotive als auch für McLaren Racing. Das Unternehmen verzichtet dabei nicht auf bekannte Elemente. Das sogenannte „Speedmark“, ein geschwungener Bogen rechts neben dem bisherigen Schriftzug, bleibt erhalten. Auch die Papayafarbe bleibt die zentrale Markenfarbe.

Das neue Logo wirkt deutlich zurückhaltender. Die bisherige kantige Typografie wurde durch eine schlankere Schrift ersetzt. Wer darin zunächst ein weiteres Beispiel des aktuell weit verbreiteten Minimalismus bei Logos erkennt, dem liefert McLaren eine recht konkrete historische Erklärung. Die Inspiration für die Schrift war das Schild über der Tankstelle der Familie McLaren in Remuera, einem Vorort von Auckland. Die Besitzer waren Les und Ruth McLaren, die Eltern des Firmengründers Bruce McLaren.
Dieser Ort spielte auch eine wichtige Rolle in seiner Karriere. Dort arbeitete Bruce an dem Wagen, der ihm später seinen ersten Rennsieg einbringen sollte. McLaren hat das alte Logo nun modernisiert. Die Ähnlichkeit zwischen dem historischen Vorbild und dem neuen Logo ist unverkennbar.








McLaren Racing und McLaren Automotive haben gemeinsam ihre Archive nach dem neuen Design durchforstet. Neben dem Logo wurden auch andere historische Elemente beibehalten. Dazu gehört der „Speedy Kiwi“, der an Bruce McLarens neuseeländische Wurzeln erinnert. Die Farbpalette wurde zudem um Farbtöne aus der Markengeschichte erweitert.
Dieser Zeitpunkt ist kein Zufall. McLaren befindet sich in einer Phase tiefgreifender Veränderungen, sowohl wirtschaftlich als auch hinsichtlich seiner Modellpalette. Die neue Markenidentität soll die Bereiche Automobil und Rennsport visuell enger miteinander verbinden und eine signifikante Expansion des Unternehmens begleiten.


McLaren Automotive kündigte kürzlich ein Investitionsprogramm in Höhe von 500 Millionen Pfund an, um seine Produktions- und Entwicklungskapazitäten in Großbritannien auszubauen, und strebt außerdem an, sich nicht mehr ausschließlich auf zweisitzige Sportwagen zu konzentrieren.
Das Wort SUV, das lange vermieden wurde, wird nun offiziell erwähnt. In seiner jüngsten Mitteilung bestätigt McLaren, dass die Modellpalette um ein SUV erweitert wird. Bislang hat das Unternehmen lediglich Fahrzeuge angekündigt, die über die Grenzen klassischer zweisitziger Sportwagen hinausgehen.


Gleichzeitig baut McLaren Racing sein Programm aus. Nach dem 1.000. Formel-1-Rennen bereitet sich das Team unter anderem auf den Einstieg in die FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) mit einem Hypercar vor. Das neue Logo wird künftig wohl weit mehr als nur die berühmten Supersportwagen und Formel-1-Rennwagen zieren. Zumindest das „Speedmark“ bleibt ein vertrautes Bild. Lediglich die Inschrift daneben ist ab sofort anders.
