Um die Entwicklungskosten zu optimieren, erwägt Zuffenhausen ernsthaft die Möglichkeit, die Mittelmotorplattform des Unternehmens einzusetzen.
Porsche sucht nach einem effizienten Weg zu einem neuen Flaggschiff-Supersportwagen, der sich in der Modellpalette über der 911er-Baureihe einordnen soll. Medienberichten zufolge Automotive News Statt jahrelanger, kostspieliger Eigenentwicklung prüft Zuffenhausen die Möglichkeit, auf die Technologiebasis des kürzlich vorgestellten Audi Nuvolari zurückzugreifen. Dieses Hochleistungsmodell teilt sich eine fortschrittliche Mittelmotor-Hybridarchitektur mit dem neuen Lamborghini Temerario und verfügt zudem über eine leichte Karosserie aus Kohlefaser. Damit bietet Porsche eine bewährte Basis für den Einstieg in das Hypercar-Segment.

Die gemeinsame Nutzung fortschrittlicher und teurer Technologien wird innerhalb des Volkswagen-Konzerns immer üblicher. Die elektrischen Nachfolger des 718 Boxster und Cayman werden voraussichtlich auf derselben Plattform wie die Serienversion des Audi Concept C basieren, und auch Porsche verwendet Audi-Komponenten für die Entwicklung seiner zukünftigen SUVs auf Basis des Q5 und Q9. Solche Synergien ermöglichen es den Marken, trotz umfassender Restrukturierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen profitabel zu bleiben.
Obwohl Porsche 2023 mit der Studie Mission X einen vollelektrischen Nachfolger des legendären 918 Spyder ankündigte, bevorzugen Käufer im Premiumsegment weiterhin Verbrennungsmotoren und Hybridfahrzeuge. Die mögliche Nutzung der Hybridplattform von Audi und Lamborghini befindet sich aktuell noch in der Studienphase. Porsche wird Investoren am 7. Oktober im Rahmen des Kapitalmarkttages die offizielle Zeitleiste und die Entwicklungspläne im Rahmen der „Strategie 2035“ detaillierter vorstellen.
